Brüssel, 4. März 2026 – Berlin Morgen Zeitschrift, Die Drohungen aus Teheran zeigen Wirkung, doch nicht wie erhofft: Statt einer geschlossenen Front offenbart sich eine gefährliche Europas Uneinigkeit zum Iran. Während Bundeskanzler Friedrich Merz die Ziele von US-Präsident Trump unterstützt und das „Mullah-Regime“ als terroristisch brandmarkt, hat Spanien unter Pedro Sánchez US-Kampfflugzeuge von seinen Basen verwiesen – ein Schritt, der Washington zu massiven Handelsdrohungen veranlasste. Selbst innerhalb der einstigen Führungsmacht-Triade (E3) ist der Konsens zerbrochen: Deutschland rückt an die Seite der USA, während Frankreich unter Macron und Großbritannien unter Starmer versuchen, den Konflikt auf „defensive Aktionen“ zum Schutz Zyperns zu begrenzen.
Die Europas Uneinigkeit zum Iran wird besonders brisant, da Zypern als EU-Mitglied keinen NATO-Schutz (Artikel 5) genießt und nun die Reaktivierung der EU-Beistandsklausel (Artikel 42.7) im Raum steht.
Die Eskalation im Nahen Osten und die Folgen für Europa
Die geopolitische Landkarte hat sich seit Beginn des Jahres massiv verschoben. Nachdem der Iran europäische Staats- und Regierungschefs davor gewarnt hat, sich der Allianz aus den USA und Israel anzuschließen, ist ein diplomatisches Beben durch die EU-Mitgliedstaaten gegangen. Die Destabilisierung der Region hat nicht nur sicherheitspolitische, sondern auch massive ökonomische Auswirkungen auf den gesamten Kontinent. In diesem Kontext wird Europas Uneinigkeit zum Iran zu einer existenziellen Belastungsprobe für das Bündnis.
Deutschland rückt enger an die transatlantische Allianz
Unter der Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz hat Berlin eine klare Position bezogen. Deutschland sieht im iranischen Regime die Hauptquelle der Instabilität. Merz betonte die Notwendigkeit, das ballistische Programm Teherans endgültig zu stoppen. Diese pro-amerikanische Haltung markiert einen Wendepunkt in der deutschen Außenpolitik, sorgt aber innerhalb der EU für Reibungspunkte, da die traditionelle Vermittlerrolle Deutschlands aufgegeben wurde.
Spaniens Fokus auf internationales Recht
Im Gegensatz zu Berlin beharrt Madrid auf einer strikt völkerrechtlichen Auslegung der Ereignisse. Die spanische Regierung hat deutlich gemacht, dass militärische Operationen ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates nicht unterstützt werden. Spanien verweigerte US-Militärmaschinen sogar die Nutzung seiner Basen. Diese diametral entgegengesetzten Positionen verdeutlichen Europas Uneinigkeit zum Iran auf drastische Weise.
Die strategische Zwickmühle des Vereinigten Königreichs
Großbritannien versucht derweil, eine Balance zu finden. Während Premierminister Keir Starmer die Nutzung der Basis Akrotiri auf Zypern für defensive Zwecke erlaubte, distanzierte er sich von direkten Angriffsschlägen. London möchte die strategische Partnerschaft mit den USA wahren, ohne die europäische Sicherheitsarchitektur vollends zu sprengen. Doch auch dieser Mittelweg kann die tiefe Europas Uneinigkeit zum Iran nicht kaschieren.

Die militärische Dimension und die Rolle Griechenlands
Griechenland hat aufgrund seiner geografischen Nähe und der engen Verbindung zu Zypern eine besondere Verantwortung übernommen. Mit der Entsendung von F-16 Viper Kampfjets und der hochmodernen Fregatte Kimon setzt Athen ein Zeichen der Stärke. Da Zypern kein NATO-Mitglied ist, rückt die europäische Beistandspflicht in den Fokus. Hier zeigt sich, dass regionale Bündnisse entstehen, wo die zentrale EU-Steuerung versagt.
Zypern als Brennpunkt der europäischen Sicherheit
Die Inselrepublik Zypern findet sich ungewollt im Auge des Sturms wieder. Da der NATO-Bündnisfall hier nicht greift, wird verstärkt über den Artikel 42.7 des EU-Vertrags diskutiert. Experten in Athen warnen jedoch, dass dieser Artikel ohne eine echte Verteidigungsunion nur eine leere Hülse bleibt. Die aktuelle Krise macht Europas Uneinigkeit zum Iran schmerzhaft spürbar, wenn es um konkrete militärische Garantien geht.
Frankreichs Bemühungen um Deeskalation
Paris bleibt seiner Linie der „strategischen Autonomie“ treu, ist jedoch zunehmend isoliert. Emmanuel Macron fordert weiterhin einen glaubwürdigen Übergang und Verhandlungen mit Teheran, während er gleichzeitig Systeme zur Drohnenabwehr nach Zypern schickt. Diese duale Strategie – Aufrüstung bei gleichzeitigem Ruf nach Dialog – ist symptomatisch für die zerrissene Haltung des Kontinents.
Wirtschaftliche Instabilität durch unsichere Handelswege
Die Blockade oder Gefährdung wichtiger Seewege im Golf hat die Energiepreise in Europa erneut steigen lassen. Besonders die mittelständische Industrie leidet unter der Volatilität. Da eine gemeinsame europäische Strategie fehlt, versuchen einzelne Nationalstaaten, eigene Energieabkommen zu schließen, was Europas Uneinigkeit zum Iran weiter zementiert und die Verhandlungsposition gegenüber Förderländern schwächt.
Ursula von der Leyen und der Ruf nach Einheit
Die EU-Kommissionspräsidentin versucht händeringend, die Trümmer der gemeinsamen Außenpolitik zusammenzuhalten. In Brüssel wächst der Druck, eine echte Verteidigungsunion zu schaffen. Von der Leyen betonte mehrfach, dass die gegenseitige Hilfe keine Option, sondern eine vertragliche Pflicht sei. Doch solange die großen Mitgliedstaaten in ihren Kerninteressen gespalten sind, bleibt der Ruf nach Einheit ungehört.
Die Rolle Russlands als Schattenakteur
Ein wesentlicher Faktor für die europäische Zurückhaltung ist die enge Allianz zwischen Teheran und Moskau. Da fast alle EU-Staaten in der Verurteilung des russischen Agierens in der Ukraine vereint sind, kompliziert die Verbindung zum Iran die Lage. Jede Aktion gegen Teheran wird in vielen Hauptstädten auch als indirekte Konfrontation mit Russland gewertet, was die ohnehin bestehende Europas Uneinigkeit zum Iran zusätzlich befeuert.

Humanitäre Bedenken und die Flüchtlingsfrage
Neben den militärischen Aspekten rückt die humanitäre Lage in den Fokus. Spanien und andere südeuropäische Länder befürchten, dass eine weitere Eskalation neue Fluchtbewegungen auslösen könnte. Während einige Staaten die Grenzen präventiv sichern wollen, fordern andere humanitäre Korridore. Dieser moralische und logistische Konflikt vertieft Europas Uneinigkeit zum Iran massiv.
Technologische Überlegenheit als Abschreckung
Die Entsendung der Fregatte Kimon mit ihrem Sea Fire Radar zeigt, dass Europa technologisch in der Lage wäre, sich zu verteidigen. Doch Technologie ersetzt keine politische Führung. Die Tatsache, dass das modernste Schiff der griechischen Marine mit einer noch nicht voll ausgebildeten Crew in den Einsatz geschickt wurde, unterstreicht die Verzweiflung der Situation.
Meinung der Experten zur aktuellen Krise
In Athener Think-Tanks wird intensiv über die Zukunft der EU diskutiert. Viele Experten sind sich einig, dass der aktuelle Konflikt das Ende der europäischen Außenpolitik in ihrer bisherigen Form bedeuten könnte. Wenn fundamentale Sicherheitsfragen nicht mehr gemeinsam gelöst werden können, stellt sich die Sinnfrage des gesamten politischen Projekts.
Diplomatie am Abgrund
Die Kanäle nach Teheran sind fast vollständig verstummt. Während früher das E3-Format (Deutschland, Frankreich, UK) als verlässlicher Gesprächspartner galt, gibt es heute keinen einheitlichen Ansprechpartner mehr für das iranische Regime. Teheran nutzt diese Europas Uneinigkeit zum Iran geschickt aus, um bilaterale Zugeständnisse zu erzwingen und die EU-Staaten gegeneinander auszuspielen.
Die transatlantische Bindung unter Druck
Donald Trumps Einfluss auf die aktuelle Krise ist unverkennbar. Seine „America First“-Politik und die Drohungen gegen Partner wie Spanien haben das Vertrauen innerhalb des Westens tief erschüttert. Viele Europäer fragen sich, ob die USA im Ernstfall ein verlässlicher Partner sind oder ob sie Europa lediglich als logistische Basis für ihre eigenen Interessen im Nahen Osten betrachten.
Perspektiven für eine gemeinsame Lösung
Trotz der düsteren Lage gibt es Ansätze für eine Neuausrichtung. Die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung zwischen Griechenland, Frankreich und Zypern könnte als Blaupause für kleinere, effektivere Verteidigungscluster dienen. Diese „Koalitionen der Willigen“ könnten die Lähmung durch Europas Uneinigkeit zum Iran zumindest teilweise umgehen.

Zur aktuellen Krise äußerte sich ein maßgeblicher Akteur der europäischen Politik.
„Die spanische Regierung hat konsequent die Achtung des Völkerrechts sowohl in der Ukraine als auch im Gazastreifen und jetzt im Iran gefordert.“ – Jose-Ignacio Torreblanca, European Council on Foreign Relations.
Diese Aussage unterstreicht, dass es nicht nur um Machtpolitik geht, sondern um die grundlegende Frage, nach welchen Regeln die Welt im 21. Jahrhundert funktionieren soll.
Die Verteidigung der Wertegemeinschaft
Letztlich geht es um die Frage, ob die EU mehr als nur ein Wirtschaftsraum ist. Wenn die Werte der Demokratie und des Rechtsstaates in der Außenpolitik so unterschiedlich interpretiert werden, wie es die aktuelle Europas Uneinigkeit zum Iran zeigt, steht das Fundament der Union auf dem Spiel.
Artikel 42.7 als letzte Hoffnung
Sollte Zypern tatsächlich direkt angegriffen werden, käme es zum Schwur. Die Aktivierung der gegenseitigen Beistandspflicht würde jedes EU-Land zwingen, Farbe zu bekennen. In diesem Moment müsste sich zeigen, ob Europas Uneinigkeit zum Iran überwunden werden kann oder ob die EU als Sicherheitsakteur endgültig scheitert.
Das Schweigen der Institutionen
Während die Nationalstaaten lautstark ihre Positionen verkünden, bleiben viele EU-Institutionen auffällig still. Das Europäische Parlament ist in der Frage gespalten, und der Hohe Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik hat Mühe, eine gemeinsame Presseerklärung zu formulieren. Diese institutionelle Lähmung ist das deutlichste Zeichen für Europas Uneinigkeit zum Iran.




























