Vevey, 25. Februar 2026 – Berlin Morgen Zeitschrift, Der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé verschärft unter der Führung von CEO Philipp Navratil den Leistungsdruck. Wie das Unternehmen am Mittwoch bestätigte, ersetzt eine Nestlé neue Bonusstruktur das bisherige Bewertungssystem. Das neue Modell umfasst sechs statt bisher drei Leistungsstufen und belohnt „beispielhafte“ Leistungen mit bis zu 150 % des Bonus-Ziels. Gleichzeitig gehen Mitarbeiter mit unzureichenden Ergebnissen leer aus oder erhalten maximal die Hälfte ihrer Prämie. Die Nestlé neue Bonusstruktur führt zudem eine Mindestschwelle für das reale interne Wachstum (RIG) ein: Erst wenn das Absatzvolumen des Konzerns stimmt, werden die Boni für Führungskräfte freigeschaltet. Dieser Schritt ist Teil eines radikalen Sanierungskurses, der auch den Abbau von 16.000 Stellen umfasst.
Ein neues Zeitalter der Leistungsmessung
Die Einführung der Nestlé neue Bonusstruktur markiert das Ende einer Ära der moderaten Zielvorgaben. Navratil, der seit seinem Amtsantritt im September 2025 einen harten Sanierungskurs fährt, lässt keinen Zweifel daran, dass die Profitabilität und das Volumenwachstum (RIG) an oberster Stelle stehen. Das neue System bricht mit alten Traditionen und ersetzt das bisherige, eher starre Modell durch eine hochdynamische Matrix.
In den Fluren von Vevey wird das System bereits intensiv diskutiert. Es geht nicht mehr nur darum, die Arbeit gut zu erledigen; es geht darum, die gesetzten Benchmarks massiv zu sprengen. Die Nestlé neue Bonusstruktur ist darauf ausgelegt, eine interne Wettbewerbssituation zu schaffen, die das gesamte Unternehmen zu neuer Agilität führen soll.
Das 6-Stufen-Modell im Detail
Das Herzstück der Umstellung ist die Erweiterung der Leistungsstufen. Statt der bisherigen drei Kategorien gibt es nun sechs fein abgestimmte Ebenen. Diese Granularität erlaubt es dem Management, die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Nestlé neue Bonusstruktur sieht vor, dass Mitarbeiter auf der höchsten Stufe – als „Exemplary“ bezeichnet – bis zu 150 % ihres Bonus-Targets erhalten können.
Für das mittlere Management bedeutet dies eine enorme Chance, aber auch ein erhebliches Risiko. Wer in die unteren Kategorien abrutscht, findet sich schnell in einer Zone wieder, in der nur noch 0 % bis 50 % der Zielsumme ausgezahlt werden. Damit wird deutlich: Die Nestlé neue Bonusstruktur ist ein Instrument zur Selektion der leistungsstärksten Talente innerhalb der globalen Belegschaft.

Fokus auf das Real Internal Growth (RIG)
Ein entscheidender Faktor für die Auszahlung ist der sogenannte „RIG-Gatekeeper“. Ohne ein erreichtes Mindestwachstum im Absatzvolumen wird kein Bonus freigeschaltet. Dies ist eine direkte Reaktion auf das schwache Wachstum von nur 0,8 % im Jahr 2025. Die Nestlé neue Bonusstruktur koppelt somit das individuelle Schicksal direkt an die operative Performance des Gesamtkonzerns.
Navratil betont, dass die Boni für funktionale Leiter nun direkt mit der Gruppenleistung verknüpft sind. Dies soll Silo-Mentalität verhindern und alle Teams hinter den zentralen Key Performance Indicators (KPIs) vereinen. Die Nestlé neue Bonusstruktur fungiert hier als der Klebstoff, der die verschiedenen Geschäftsbereiche – von Kaffee bis Tiernahrung – auf ein gemeinsames Ziel einschwört.
„Die Nestlé neue Bonusstruktur ist ein klares Signal an die Finanzmärkte, dass der Konzern bereit ist, seine interne Kultur radikal zu verändern, um das notwendige Wachstum in einem kompetitiven Umfeld sicherzustellen.“ – Marc-René Deichmann, Senior Analyst für Konsumgüter
Der menschliche Faktor im Umbruch
Trotz der harten Zahlen darf die menschliche Komponente nicht ignoriert werden. Die Ankündigung, weltweit 16.000 Stellen zu streichen, schwebt wie ein Damoklesschwert über der Belegschaft. In Verbindung mit der Nestlé neue Bonusstruktur entsteht ein Arbeitsumfeld, das höchste psychische Widerstandskraft erfordert. Die Unternehmensführung argumentiert jedoch, dass durch die Vereinfachung der Feedback-Prozesse und klarere Entwicklungspläne auch die Transparenz für jeden Einzelnen steige.
Es bleibt abzuwarten, wie die Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter langfristig auf diesen Druck reagieren werden. In Vevey ist man jedoch überzeugt, dass dieser Weg alternativlos ist, um Nestlé als Weltmarktführer zu behaupten. Die Nestlé neue Bonusstruktur wird somit zum Lackmustest für die gesamte Branche.
Globale Auswirkungen auf die Konzernstandorte
Die Wellen, die die Nestlé neue Bonusstruktur in der Zentrale schlägt, erreichen nun auch die weltweiten Produktionsstätten und Regionalbüros. Während Vevey als taktisches Nervenzentrum fungiert, müssen die operativen Einheiten in Schwellenländern und etablierten Märkten gleichermaßen beweisen, dass sie unter dem neuen Regime lieferfähig sind. Experten weisen darauf hin, dass die Kopplung der Boni an lokale RIG-Ziele zu einem verstärkten Wettbewerb zwischen den Regionen führen könnte. Dieser interne Wettstreit ist von der Konzernleitung durchaus beabsichtigt, um Trägheit zu eliminieren und Best-Practice-Modelle schneller zu skalieren. Die Nestlé neue Bonusstruktur dient somit als globaler Taktgeber für eine beschleunigte Marktdurchdringung.
Portfoliobereinigung als Flankenschutz
Flankiert wird die neue Vergütungspolitik durch einen rigorosen Umbau des Portfolios. Nestlé trennt sich konsequent von Randgeschäften wie dem in-house Speiseeis-Business oder Teilen der Vitaminsparte. Die Konzentration auf die vier Kernbereiche soll die Komplexität reduzieren und die Wirkung der Nestlé neue Bonusstruktur verstärken, da die Ziele in fokussierten Märkten leichter messbar und steuerbar sind.
Zusammenfassung der strategischen Neuausrichtung
Abschließend lässt sich festhalten, dass Nestlé unter Navratil kein Stein auf dem anderen lässt. Die Kombination aus Stellenabbau, Portfolio-Strafung und der Nestlé neue Bonusstruktur bildet ein Gesamtpaket, das auf maximale Effizienz getrimmt ist.
Die Erwartungshaltung ist hoch: Das RIG soll wieder signifikant steigen und die operative Marge gestärkt werden. Ob die Nestlé neue Bonusstruktur tatsächlich die gewünschten Motivationsschübe liefert oder zu einer Überlastung der Belegschaft führt, wird sich in den Bilanzen der kommenden Jahre zeigen. Eines ist sicher: Der Wind in Vevey hat sich gedreht.





























