Washington, 26. Februar 2026 – Berlin Morgen Zeitschrift, Die US-Finanzbehörden haben am Donnerstag eine drastische Maßnahme angekündigt, die den MBaer Skandal auf eine globale Ebene hebt. Das US-Finanzministerium droht der Schweizer MBaer Merchant Bank AG damit, sie vollständig vom US-Finanzsystem und damit vom US-Dollar abzuschneiden. Der Vorwurf wiegt schwer: Die Bank soll über 100 Millionen Dollar für illegale Akteure aus dem Iran, Russland und Venezuela gewaschen haben, darunter Gelder für die iranischen Revolutionsgarden.
Während die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA bereits eigene Untersuchungen abgeschlossen hat, die jedoch aufgrund eines Einspruchs der Bank noch nicht rechtskräftig sind, greift Washington nun zur härtesten Sanktionswaffe. Dieser MBaer Skandal erinnert an den Fall der lettischen ABLV-Bank im Jahr 2018 und könnte das Ende für das Zürcher Institut bedeuten.
US-Finanzministerium zieht drastische Konsequenzen
Die Vorwürfe wiegen schwer und markieren eine neue Stufe der internationalen Sanktionsdurchsetzung. Laut dem Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) habe die Bank als Bindeglied für illegale Finanzströme fungiert. Dabei sollen Gelder in dreistelliger Millionenhöhe gewaschen worden sein, die unter anderem der Finanzierung terroristischer Aktivitäten zugerechnet werden.
Das US-Finanzministerium nutzt hierbei das sogenannte „Section 311“-Verfahren, welches eine Bank faktisch vom globalen Handel isolieren kann. Da der US-Dollar die zentrale Währung im Welthandel bleibt, kommt ein Verbot von Korrespondenzkonten in den USA einer Einstellung des Geschäftsbetriebs für internationale Transaktionen gleich.
Vorwurf der Unterstützung illegaler Netzwerke
Besonders brisant ist die angebliche Verwicklung von Bankmitarbeitern in komplexe Geldwäsche-Strukturen. Diese sollen gezielt genutzt worden sein, um US-Sanktionen gegen die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) zu umgehen. Die Ermittler in Washington geben an, Beweise dafür zu haben, dass die Bank wissentlich Konten für Tarnfirmen führte, die direkt mit dem Kreml oder dem venezolanischen Regime in Verbindung stehen.
Der amtierende US-Finanzminister Scott Bessent unterstrich die Ernsthaftigkeit der Lage am 26. Februar 2026 mit folgendem Statement: „MBaer hat im Namen illegaler Akteure mit Verbindungen zum Iran und zu Russland über einhundert Millionen Dollar durch das US-Finanzsystem geschleust.“
Aus europäischer Perspektive zeigt der Vorstoß der US‑Finanzbehörden gegen die Schweizer MBaer Merchant Bank AG, wie sehr Washington seine dominierende Stellung im globalen Finanzsystem nicht nur zur Durchsetzung eigener Sanktionsziele nutzt, sondern auch direkte Konsequenzen für internationale Finanzakteure ziehen kann – selbst wenn diese institutionell klein sind. Die mögliche Abschottung gegen den US‑Dollar trifft ein Land, das traditionell als Garant finanzieller Stabilität und Neutralität gilt, und könnte Druck auf europäische Regulatoren erhöhen, ihre eigenen Anti‑Geldwäsche‑ und Sanktionsstandards weiter zu verschärfen. Sollte die Maßnahme Schule machen, könnte dies die Kosten für Schweizer Banken im Umgang mit komplexen internationalen Transaktionen erhöhen und das Vertrauen globaler Kunden in das Schweizer Finanzzentrum grundsätzlich in Frage stellen – mit potenziellen Folgen für den Finanzplatz Europa.
Reaktionen der Schweizer Aufsichtsbehörde FINMA
In der Schweiz hat der MBaer Skandal die Finanzmarktaufsicht FINMA auf den Plan gerufen. Die Behörde bestätigte, dass sie bereits eigene Untersuchungen abgeschlossen habe, die jedoch aufgrund eines laufenden Rechtsstreits vor dem Bundesverwaltungsgericht noch nicht vollstreckbar sind. Um dennoch eine unmittelbare Kontrolle zu gewährleisten, wurde ein unabhängiger Prüfbeauftragter direkt in der Bank platziert.
Historische Parallelen und das Schicksal der ABLV
Branchenkenner ziehen bereits Vergleiche zum Fall der lettischen ABLV Bank aus dem Jahr 2018. Damals führten ähnliche Anschuldigungen der USA innerhalb weniger Tage zum Zusammenbruch des Instituts. Der aktuelle MBaer Skandal zeigt, dass auch Banken in etablierten Finanzzentren wie Zürich nicht vor dem langen Arm der US-Justiz sicher sind, wenn Compliance-Standards missachtet werden.
Die Rolle von Michael Baer und der Geschäftsführung
Die Bank, die den Namen ihres Gründers Michael Baer trägt, steht nun vor einer existenziellen Krise. Während die Bankführung bisher keine detaillierte Stellungnahme zu den spezifischen Vorwürfen abgegeben hat, wird intern nach Verantwortlichen gesucht. Der MBaer Skandal wirft ein Schlaglicht auf die Verantwortlichkeit von Führungskräften in Privatbanken, wenn es um die Due-Diligence-Prüfung bei Hochrisiko-Kunden geht.
Internationale Auswirkungen auf das Bankgeheimnis
Obwohl das klassische Schweizer Bankgeheimnis gegenüber ausländischen Steuerbehörden bereits weitgehend abgeschafft wurde, zeigt dieser Fall, dass die USA nun auch die operative Ebene der Geldwäschebekämpfung dominieren. Der MBaer Skandal verdeutlicht, dass die Neutralität der Schweiz im Finanzwesen dort endet, wo sie mit US-Sicherheitsinteressen kollidiert.
Geopolitische Spannungen und Finanzsanktionen
Der Zeitpunkt der US-Intervention ist kein Zufall. In einer Phase globaler Spannungen zwischen dem Westen und der Achse Moskau-Teheran dient der Finanzsektor als primäres Schlachtfeld. Der MBaer Skandal ist somit auch ein politisches Signal: Wer Geschäfte mit Feinden der USA macht, verliert den Zugriff auf die Weltwährung.
Technologische Überwachung und Forensik
Moderne Finanzforensik hat es den US-Behörden ermöglicht, Transaktionsketten über Jahre hinweg zurückzuverfolgen. Im MBaer Skandal wurden offenbar Datenanalysen genutzt, die zeigen, wie Gelder über mehrere Zwischenstationen in der Karibik und Asien schließlich in Zürich landeten. Diese Transparenz macht es für Nischenbanken immer schwieriger, „graue“ Gelder unbemerkt zu verwalten.
Die Bankensoftware der Zukunft wird eine automatisierte Schnittstelle zu internationalen Sanktionslisten benötigen, die in Echtzeit reagiert. MBaer scheint hier Lücken aufgewiesen zu haben, die nun fatalen Folgen nach sich ziehen.
Der Vertrauensverlust im Private Banking
Das Geschäftsmodell des Private Banking basiert zu einhundert Prozent auf Vertrauen. Wenn ein Name mit Terrorfinanzierung oder großangelegter Korruption in Verbindung gebracht wird, ist dieser Ruf irreparabel beschädigt. Der MBaer Skandal wird daher vermutlich das Ende der Marke MBaer einläuten, unabhängig vom juristischen Ausgang der Verfahren.
Bestandsmitarbeiter der Bank suchen laut Branchenberichten bereits nach neuen Anstellungen, während die Konkurrenz in Zürich versucht, die verbliebenen legalen Kundenportfolios abzuwerben. Ein solches „Run on the Bank“-Szenario ist oft der letzte Schritt vor einer offiziellen Schließung.
Verteidigungsstrategien der Bank
Es bleibt abzuwarten, wie MBaer vor dem Schweizer Bundesverwaltungsgericht argumentieren wird. Eine mögliche Strategie könnte sein, die US-Vorwürfe als politisch motiviert darzustellen oder auf individuelle Fehler einzelner Mitarbeiter zu verweisen, statt ein institutionelles Versagen einzugestehen. Doch im MBaer Skandal wiegen die durch das FinCEN präsentierten Indizien so schwer, dass eine rein juristische Verteidigung kaum ausreichen dürfte.

Die Rolle der iranischen Quds-Force
Die explizite Nennung der Quds-Force in den US-Dokumenten hebt den Fall auf eine sicherheitspolitische Ebene. Diese Einheit ist für Auslandseinsätze der iranischen Revolutionsgarden zuständig und unterliegt weltweit schärfsten Sanktionen. Die Behauptung, der MBaer Skandal umfasse direkte Finanzdienstleistungen für diese Gruppe, macht das Institut für westliche Partner unberührbar.
Zukunft des Schweizer Finanzplatzes nach 2026
Langfristig wird dieser Vorfall zu einer weiteren Konsolidierung der Schweizer Bankenlandschaft führen. Kleinere Institute, die das Risiko-Management nicht auf dem Niveau der Großbanken betreiben können, werden vom Markt verschwinden oder fusionieren müssen. Der MBaer Skandal dient hierbei als schmerzhafte Lektion für die gesamte Branche.
Regulierungsbehörden weltweit fordern nun noch strengere „Know Your Customer“-Regeln (KYC). Die Schweiz, die lange für ihre Diskretion bekannt war, muss sich nun als Vorreiter in der Transparenz positionieren, um ihren Status als globaler Finanzhub zu verteidigen.
Ausblick auf die kommenden Wochen
In den nächsten Tagen wird mit einer offiziellen Pressemitteilung der MBaer Merchant Bank gerechnet. Zeitgleich werden die diplomatischen Kanäle zwischen Bern und Washington glühen, um den Kollateralschaden für andere Schweizer Banken zu begrenzen. Der MBaer Skandal ist somit ein dynamisches Ereignis, das die Nachrichtenlage im Finanzsektor noch lange bestimmen wird.
Epilog einer Zürcher Bankentragödie
Ob MBaer als Mahnmal für misslungene Compliance in die Geschichte eingehen wird oder ob eine radikale Neuausrichtung das Institut retten kann, bleibt ungewiss. Sicher ist jedoch, dass der MBaer Skandal das Ende einer Ära markiert, in der man glaubte, zwischen den Fronten der Weltpolitik neutral wirtschaften zu können. Die Finanzwelt im Jahr 2026 ist digitaler, transparenter und unnachgiebiger denn je.





























