Riad, 13. März 2026 – Berlin Morgen Zeitschrift, Der weltweit führende Ölexporteur Saudi-Arabien senkt Ölförderung drastisch um rund zwei Millionen Barrel pro Tag. Inmitten des eskalierenden Iran-Krieges fiel die Produktion laut Brancheninsidern auf etwa acht Millionen Barrel täglich (bpd). Grund für den Rückgang um 20 % ist die Schließung der großen Offshore-Felder Safaniya und Zuluf, da die Blockade der Straße von Hormus den Abtransport nahezu unmöglich macht. Während Saudi-Aramco versucht, Lieferungen über den Hafen Yanbu am Roten Meer umzuleiten, warnt die IEA vor einem totalen Produktionsverlust von 10 Millionen bpd am Golf. Da Teheran bereits Ölpreise von 200 Dollar prophezeit, verdeutlicht die Meldung „Saudi-Arabien senkt Ölförderung“ die akute Gefahr eines globalen Energieversorgungsschocks im Frühjahr 2026.
Stilllegung der Offshore-Giganten Safaniya und Zuluf
Die Entscheidung, die Produktion so massiv zu drosseln, hängt unmittelbar mit der Schließung zweier der bedeutendsten Offshore-Ölfelder der Welt zusammen. Die Felder Safaniya und Zuluf sind für die Gewinnung von über 2 Millionen Barrel schwerem und mittelschwerem Rohöl pro Tag verantwortlich. Da diese Mengen primär über den Persischen Golf verschifft werden, gibt es derzeit keinen sicheren Abnehmerweg. Insiderberichten zufolge wurden die Anlagen präventiv heruntergefahren, um ökologische Katastrophen im Falle direkter Treffer zu vermeiden und die Lagerkapazitäten nicht zu überlasten.
Die logistische Notlösung über das Rote Meer
Um den totalen Exportstopp zu verhindern, versucht der Staatskonzern Saudi Aramco, größere Mengen Rohöl über das bestehende Pipelinenetz an die Westküste nach Yanbu zu pumpen. Von dort aus kann das Öl über das Rote Meer verschifft werden, ohne die blockierte Straße von Hormus passieren zu müssen. Doch dieser Ausweg ist begrenzt: Die Pipelines sind vorwiegend auf leichtes Rohöl ausgelegt, während die Produktion der nun geschlossenen Offshore-Felder in dieses System logistisch kaum integrierbar ist.
Massive Diskrepanz zur Februar-Produktion
Der Rückgang ist besonders frappierend, wenn man die Zahlen des Vormonats betrachtet. Im Februar 2026 lieferte das Königreich noch über 10,1 Millionen bpd an die Weltmärkte und produzierte insgesamt fast 11 Millionen bpd. Dieser damalige Produktionsschub war Teil eines Notfallplans, um die globalen Reserven vor Beginn der erwarteten Kampfhandlungen aufzustocken. Dass Saudi-Arabien senkt Ölförderung nun auf unter 8 Millionen bpd reduziert, unterstreicht den Ernst der Lage und das Scheitern der ursprünglichen Puffer-Strategie durch die physische Blockade der Transportwege.
Regionale Auswirkungen und die Warnung der IEA
Nicht nur die Saudis sind zum Handeln gezwungen. Laut einem aktuellen Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) haben die Golfstaaten – darunter Kuwait, die VAE, Katar und der Irak – ihre Gesamtförderung um insgesamt 10 Millionen bpd gekürzt. Die Organisation warnt, dass ohne eine schnelle Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Meerenge zwischen Iran und Oman die weltweite Energieversorgung vor einem beispiellosen Kollaps steht. Die Verluste dürften sich in den kommenden Wochen sogar noch vergrößern, da die Lagerbestände in den Terminals ihre Kapazitätsgrenzen erreichen.

Preisexplosion und die Drohungen aus Teheran
Die Märkte reagieren mit extremer Volatilität. Da Saudi-Arabien senkt Ölförderung und gleichzeitig die Spannungen zunehmen, steigen die Notierungen für Brent und WTI sprunghaft an. Aus Teheran kommen unterdessen düstere Prognosen für die Weltwirtschaft. Ein Sprecher der iranischen Führung erklärte angesichts der Blockade: „Die Welt sollte sich auf Ölpreise von 200 Dollar pro Barrel vorbereiten“ . Analysten halten dieses Szenario für realistisch, sollte die Blockade der Straße von Hormus länger als 30 Tage andauern, da alternative Routen wie die über Yanbu nur einen Bruchteil der globalen Nachfrage decken können.
Die strategische Zurückhaltung von Saudi Aramco
Trotz der klaren Datenlage gibt sich der Ölgigant Saudi Aramco offiziell bedeckt. Anfragen zu den genauen Fördermengen und dem Zeitplan für eine mögliche Wiederaufnahme der Offshore-Produktion wurden abgelehnt. Diese Intransparenz befeuert die Spekulationen an den Terminbörsen zusätzlich. Experten vermuten, dass das Königreich die Förderkürzung auch als diplomatisches Druckmittel nutzt, um auf eine schnelle Deeskalation des Konflikts durch die internationale Gemeinschaft zu drängen.
Energiepolitische Wende im Westen
In Washington und Brüssel löst die Nachricht Hektik aus. Wenn Saudi-Arabien senkt Ölförderung in diesem Umfang beibehält, müssen strategische Reserven in einem Tempo angezapft werden, das historisch einmalig wäre. Erste Gespräche über Notfall-Energiesparmaßnahmen in der Industrie werden bereits geführt. Gleichzeitig wächst der Druck auf Israel und die USA, die militärischen Operationen so zu führen, dass die zivile Schifffahrt nicht dauerhaft unterbunden wird – eine fast unmögliche Aufgabe angesichts der geographischen Enge der Region.
Die Rolle der Opec+ in der Krise
Innerhalb des Opec-Verbundes sorgt die einseitige Kürzung für Spannungen. Während einige Mitglieder versuchen, die Lücke zu füllen, fehlen ihnen oft die Kapazitäten oder der Zugang zu sicheren Exportwegen. Dass Saudi-Arabien senkt Ölförderung, entzieht dem Markt die wichtigste Swing-Kapazität. Die übrigen Produzenten beobachten mit Sorge, wie ihr Einfluss auf den Preis schwindet, während die physische Verfügbarkeit des Rohstoffs zum alles entscheidenden Faktor wird.



























