Luxemburg (Berlin Morning Magazine) Oktober 22, 2026 – Die Europäische Investitionsbank hat beschlossen, ihre Finanzmittel für die Klimaanpassung im Zeitraum von 2026 bis 2030 auf 30 Milliarden Euro zu verdoppeln. Diese Massnahme zielt darauf ab, der zunehmenden Häufigkeit extremer Wetterereignisse und den damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden entgegenzuwirken.
Verdoppelung der Finanzmittel für globale Klimaresilienz
Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat die zweite Phase ihrer Klimabank-Roadmap offiziell verabschiedet, die eine umfassende Ausweitung der finanziellen Unterstützung für Anpassungsmassnahmen an den Klimawandel vorsieht. Mit diesem Schritt soll das Investitionsvolumen im Vergleich zum vorherigen Fünfjahreszeitraum verdoppelt werden. Die Initiative konzentriert sich vor allem auf den Schutz kritischer Sektoren wie der Wasserversorgung, der Nahrungsmittelproduktion sowie auf die Stärkung gefährdeter Ökosysteme in Europa und weltweit.
Nach Angaben der Bank umfasst das Programm die Bereitstellung von Krediten und Finanzhilfen für wassereffiziente Bewässerungssysteme, die Modernisierung der Landwirtschaft sowie naturbasierte Lösungen. Dazu gehört gezielt die Wiederherstellung von Feuchtgebieten, Wäldern und Flussauen. Darüber hinaus fliessen Mittel in Infrastrukturen, die extremen Wetterbedingungen wie anhaltenden Dürren und schweren Überschwemmungen standhalten können.
Einführung digitaler Instrumente zur Risikobewertung
Um Unternehmen, Finanzintermediären und öffentlichen Behörden die Identifizierung von Klimarisiken zu erleichtern, stellt die EIB das neue digitale Werkzeug ClimateSET zur Verfügung. Das Tool wurde in Zusammenarbeit mit dem Copernicus-Klimadienst der Europäischen Union entwickelt und soll noch im Laufe des Jahres eingeführt werden.
ClimateSET wird zudem in eine erweiterte Version des bestehenden «Green Checker»-Systems integriert. Durch diese Verknüpfung soll sichergestellt werden, dass Investoren und Firmen gezielt Projekte auswählen, die den lokalen Erfordernissen der Klimaanpassung entsprechen. Die Bank reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach verlässlichen Daten zur Bewertung von Klimarisiken im gewerblichen und institutionellen Sektor.
Verstärkte Unterstützung für besonders gefährdete Regionen
Im Rahmen der neuen Strategie wird die EIB Group auch ihre technische Unterstützung für klimavulnerable Nationen intensivieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf kleinen Inselentwicklungsstaaten sowie auf am wenigsten entwickelten Ländern, die überproportional stark von den Folgen des globalen Klimawandels betroffen sind.
Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission. Ziel dieser Kooperation ist es, vor allem in den Bereichen Wassermanagement, Küstenschutz, Frühwarnsysteme, krisenfeste Verkehrswege sowie Katastrophenvorsorge bankfähige und nachhaltige Projekte zu entwickeln und zu finanzieren.


























