Sölden (Berlin Morning Magazine) Oktober 24, 2026 – Der Internationale Skiverband (FIS) startet an diesem Wochenende auf dem Rettenbachgletscher im österreichischen Sölden offiziell in die Weltcup-Saison 2026–27 der alpinen Skirennläuferinnen. Im Fokus des traditionellen Auftaktrennens steht der Riesenslalom der Damen, bei dem insgesamt 67 Athletinnen in die Startlöcher gehen. Prominente Ausfälle wie Federica Brignone und Sofia Goggia sowie das Karriereende von Lara Gut-Behrami prägen das Feld der Konkurrentinnen, die um die ersten Weltcup-Punkte des Winters kämpfen.
Die offizielle Startnummernausgabe fand am Freitagabend statt, wobei die neuseeländische Skirennfahrerin Alice Robinson das Losglück hatte und mit der Startnummer 1 ins Rennen gehen wird. Das traditionsreiche Auftaktrennen markiert zudem den Beginn des Jubiläumsjahres zum 60-jährigen Bestehen des Alpinen Skiweltcups, der seit seiner Gründung im Jahr 1967 feste Standards im internationalen Wintersport setzt.
Die Ausgangslage Für Den Weltcup-Auftakt
Der Weltcup-Kalender für die Saison 2026–27 umfasst insgesamt 40 geplante Rennen für die Damen, die an 20 verschiedenen Austragungsorten rund um den Globus ausgetragen werden sollen. Der Saisonhöhepunkt im Februar 2027 wird die FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften im schweizerischen Crans-Montana sein, ehe der Weltcup im März in Sun Valley im US-Bundesstaat Idaho sein Finale findet.
In der Disziplinwertung des Riesenslaloms geht die Österreicherin Julia Scheib als Titelverteidigerin an den Start, nachdem sie in der vorherigen Saison die kleine Kristallkugel für sich beanspruchen konnte. Scheib sicherte sich im Verlauf der vergangenen Weltcupsaison acht Podestplätze in zehn Riesenslalom-Rennen, darunter fünf Siege in Sölden, Tremblant, Semmering, Kronplatz und Åre.
Favoritinnen Und Herausforderinnen Im Technischen Bereich
Neben Julia Scheib zählt das internationale Teilnehmerfeld eine Reihe hochkarätiger Athletinnen, die sich im Sommertraining intensiv auf den diesjährigen Auftakt vorbereitet haben. Zu den engsten Konkurrentinnen im Kampf um das Podest auf dem Rettenbachgletscher zählen die US-amerikanische Gesamtweltcupsiegerin Mikaela Shiffrin, die Schweizerin Camille Rast, die Schwedin Sara Hector sowie die Neuseeländerin Alice Robinson.
Shiffrin, die in der vergangenen Saison ihren sechsten Gesamtweltcup-Titel gewann und damit den historischen Rekord der Österreicherin Annemarie Moser-Pröll einstellte, hat sich im Vorfeld des Rennens auf dem Rettenbachgletscher im Training gezeigt und wird voraussichtlich am Start sein. Die US-Amerikanerin betonte im Vorfeld, sie sei gespannt, wie sich ihre Technik im Riesenslalom weiterentwickeln lasse.
Vorbereitungen Und Bedingungen Auf Dem Gletscher
Die Piste auf dem Rettenbachgletscher hat in den Tagen vor dem offiziellen Trainingsbeginn die obligatorischen Schneekontrollen des Internationalen Skiverbands erfolgreich bestanden. Die Organisatoren bestätigten, dass die Bedingungen trotz der herbstlichen Witterung den strengen Anforderungen für ein Weltcuprennen entsprechen.
Die kroatische Skirennfahrerin Zrinka Ljutić erklärte vor dem Rennen, sie habe im Sommertraining an verschiedenen Aspekten gearbeitet, um Konstanz in ihre Fahrten zu bringen. Auch Camille Rast äußerte sich zuversichtlich bezüglich ihrer gesundheitlichen und körperlichen Verfassung nach überstandenen Blessuren aus der Vorsaison.
Abwesenheiten Und Verändertes Teilnehmerfeld
Das Starterfeld für den ersten Riesenslalom des Winters muss jedoch ohne einige prominente Gesichter auskommen. Die italienischen Spitzenläuferinnen Federica Brignone und Sofia Goggia verzichten auf einen Start beim Saisonauftakt in Sölden. Zudem markiert die laufende Saison die erste Spielzeit seit vielen Jahren ohne die Schweizer Ausnahmeathletin Lara Gut-Behrami, die ihre Karriere beendet hat.
Diese Veränderungen im Athletinnenfeld bieten jüngeren Fahrerinnen sowie aufstrebenden Talenten die Möglichkeit, sich im Weltcup zu etablieren und wichtige Ranglistenpunkte zu sammeln. Die Veranstalter in Sölden rechnen am Renntag mit Tausenden von Skifans vor Ort, die den traditionellen Auftakt des alpinen Wintersports verfolgen werden. Das erste Durchfahren des Starthangs beginnt am Samstagvormittag nach dem offiziellen Zeitplan der FIS.


























