Port Sudan, Sudan, 05. Februar 2026 – Berlin Morgen Zeitschrift, Die humanitäre Katastrophe im Sudan hat am Donnerstag eine neue, erschütternde Eskalationsstufe erreicht, als internationale Experten davor warnten, dass sich die Hungersnot in Darfur unaufhaltsam ausbreitet. Nach neuesten Daten der IPC wurden nun auch in den Gebieten Um Baru und Kernoi im Bundesstaat Nord-Darfur Schwellenwerte gemessen, die das Ausmaß einer Hungersnot formell bestätigen. Während die Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und den paramilitärischen Milizen unvermindert anhalten, sind Millionen von Zivilisten eingeschlossen. Die Hungersnot in Darfur verdeutlicht den vollständigen Zusammenbruch der Versorgungsketten im Westen des Landes. Hilfsorganisationen sprechen von einer nationalen Tragödie, bei der insbesondere Kinder aufgrund des Fehlens einfachster Unterstützung sterben.
Die Ausbreitung des Hungers in Nord-Darfur
Die jüngsten Berichte zeichnen ein düsteres Bild der Lage in Um Baru und Kernoi, zwei strategisch wichtige Orte nahe der Grenze. In Um Baru liegt die Rate der akuten Unterernährung bei erschreckenden 52,9 Prozent, was die Hungersnot in Darfur statistisch untermauert. Diese Orte dienen als Zufluchtsorte für Zehntausende Menschen, die vor den brutalen Kämpfen geflohen sind. Experten betonen, dass die Hungersnot in Darfur hier einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht, da Märkte zerstört und Handelswege blockiert sind. Ohne eine sofortige Öffnung der humanitären Korridore droht diesen Städten eine vollständige Entvölkerung durch Entkräftung und Krankheit.
Zusammenbruch der Grundversorgung und die Blockade humanitärer Hilfe
Der Hauptgrund für die rapide Verschlechterung der Situation ist die gezielte Blockade von Hilfslieferungen durch die Konfliktparteien. Trotz internationaler Forderungen nach Zugang werden Konvois regelmäßig aufgehalten oder geplündert, was die Hungersnot in Darfur massiv verschärft. In Kernoi erreicht die lebensrettende Hilfe derzeit nur etwa ein Viertel der bedürftigen Kinder. Neben der Nahrungsmittelknappheit ist auch die Wasser- und Gesundheitsversorgung nahezu vollständig kollabiert. Die Kombination aus chronischem Hunger und fehlender Infrastruktur lässt die Hungersnot in Darfur zu einer tödlichen Spirale für die Zivilbevölkerung werden, die kaum noch Fluchtmöglichkeiten hat.
„Hinter diesen Zahlen stehen Mütter, Väter und Kinder, deren Leben auf Messers Schneide steht – ohne sofortige Hilfe riskieren wir, dass ganze Gemeinschaften dem Hunger zum Opfer fallen.“ – Richard Data, IRC-Landesdirektor für Sudan
Kinder als Hauptleidtragende der eskalierenden Krise
Innerhalb der betroffenen Bevölkerungsgruppen tragen Kinder die schwerste Last der Krise. Die Hungersnot in Darfur trifft die Schwächsten am härtesten, wobei allein in Nord-Darfur schätzungsweise alle sechs Minuten ein Kind wegen schwerer Mangelernährung eingeliefert wird. In den Lagern von Tawila kämpfen Ärzte unter Plastikplanen jede Minute um das Leben von Säuglingen. Die Hungersnot in Darfur hinterlässt körperliche und kognitive Langzeitschäden, welche die kommenden Generationen des Landes dauerhaft belasten werden. Diese statistische Grausamkeit verdeutlicht das globale Versagen beim Schutz Minderjähriger in bewaffneten Konflikten.
Logistische Hürden und die Unterfinanzierung der Hilfsprogramme
Ein zentrales Hindernis bei der Bekämpfung der Krise ist die eklatante Finanzierungslücke der humanitären Programme. Da für das Jahr 2026 kaum 40 Prozent der benötigten Mittel gesichert sind, lässt sich die Hungersnot in Darfur kaum noch effektiv eindämmen. Lokale Notküchen mussten mangels Ressourcen schließen, was für viele Familien das Ende der letzten Hoffnung bedeutet. Die Hungersnot in Darfur kollidiert zudem mit extremen klimatischen Bedingungen, die wichtige Versorgungsrouten unpassierbar machen. Da Kampfhandlungen die Transportkosten in die Höhe treiben, wird jede Hilfsmaßnahme zu einem logistischen Kraftakt für die internationalen Organisationen.

Geopolitische Auswirkungen und die drohende Destabilisierung
Die Krise im Sudan bleibt kein rein nationales Problem, sondern wirkt massiv auf die gesamte Region Ostafrika ein. Über 4,3 Millionen Menschen sind bereits geflohen, was die Hungersnot in Darfur zu einem grenzüberschreitenden Sicherheitsrisiko macht. Besonders im Tschad droht eine eigene Versorgungskrise durch den massiven Zustrom an Schutzsuchenden aus den Grenzgebieten. Die Hungersnot in Darfur schafft zudem ein Machtvakuum, das von kriminellen Netzwerken und Milizen ausgenutzt wird. Diplomaten warnen, dass ein vollständiger Zusammenbruch des sudanesischen Staates eine Flüchtlingswelle auslösen könnte, die weit über den afrikanischen Kontinent hinausreicht.
Ein Wettlauf gegen die Zeit zur Rettung der Region
Die Bestätigung von Notstandsbereichen in weiteren Städten ist ein deutlicher Weckruf für die Weltgemeinschaft. Die Hungersnot in Darfur ist kein Produkt von Naturkatastrophen, sondern ein rein menschengemachtes Desaster durch militärische Belagerungen. Analytisch betrachtet stellt die Hungersnot in Darfur eine Dokumentation des diplomatischen Scheiterns dar, da Warnsignale über Monate hinweg ignoriert wurden. Wenn es nicht gelingt, die Blockaden sofort zu brechen, wird dieses Kapitel als eines der dunkelsten des 21. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen. Es bleibt nur noch ein sehr kurzes Zeitfenster, um ein Massensterben unvorstellbaren Ausmaßes zu verhindern.
Systematische Vernachlässigung als Ursache der Not
Historisch betrachtet wurzelt die Hungersnot in Darfur in der systematischen Vernachlässigung der ländlichen Peripherie durch die politischen Eliten. Während die Dürren der 1980er Jahre noch primär durch klimatische Faktoren bedingt waren, wird die heutige Hungersnot in Darfur gezielt als taktisches Element der Kriegführung eingesetzt. Wissenschaftliche Bodenanalysen zeigen zudem, dass die kriegsbedingte Flucht der Bauern zu einer massiven Versteppung fruchtbarer Ackerflächen führt, was eine schnelle Erholung nahezu unmöglich macht. Dieser ökologische Kollaps sorgt dafür, dass die Hungersnot in Darfur zu einem dauerhaften Zustand werden könnte, der die demografische Struktur der Region über Jahrzehnte hinweg verändert.




























