Schwierige Bergung der Opfer
Die Bergung nach diesem Hauseinsturz gestaltete sich als extrem schwierig. Aufgrund eines Gaslecks unter den Trümmern durfte kein schweres Gerät eingesetzt werden. Helfer mussten per Hand graben, um den Hauseinsturz nicht durch Funkenbildung zu verschlimmern. Einsatzkräfte suchten mit Hunden nach Verschütteten. Erst am Donnerstag konnte die letzte Person unter dem Hauseinsturz identifiziert werden. Bei den Opfern handelt es sich um zwei rumänische Touristinnen und einen deutsch-bulgarischen Mann.
Suche nach der Ursache
Die Polizei in Sachsen hat die Ermittlungen nach dem Hauseinsturz übernommen. Als wahrscheinlichste Ursache gilt eine Gasexplosion. Experten prüfen nun, ob das Gasleck in der Hauptleitung oder innerhalb der Wohnung entstand. Der Eigentümer gab an, dass die Heizung regelmäßig gewartet wurde. Ob beim Hauseinsturz technisches Versagen vorlag, soll die Forensik klären. Der Ort des Geschehens bleibt für die Spurensicherung weiträumig abgesperrt.
Betroffene im Umfeld
Ein Überlebender, der zum Zeitpunkt vom Hauseinsturz in einem Supermarkt war, konnte dem Unglück knapp entkommen. Er verlor bei dem Hauseinsturz jedoch seine Angehörigen. Die Stadt betreute insgesamt 54 evakuierte Bewohner aus benachbarten Gebäuden in Notunterkünften. Statiker begutachten aktuell die Nachbarhäuser, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten.
„Die Suche für die Vermissten ist beendet“, teilte ein Polizeisprecher nach der Bergung des letzten Opfers mit.
Die Gemeinde versucht nun, den Betroffenen in dieser schweren Zeit zu helfen. Der Einsturz hinterließ ein riesiges Trümmerfeld mitten in der historischen Innenstadt, die für ihre gut erhaltene Architektur weltweit bekannt ist. Die Staatsanwaltschaft wird nun prüfen, ob Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet werden müssen. Die Identifizierung der Toten wurde bereits abgeschlossen. Die Leichen wurden in die Rechtsmedizin überführt, um die genauen Todesumstände zu klären.




























