BERLIN, 26. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Ein bekannter Islamist, der verdächtigt wird, einen Kleinbus in eine Menschenmenge nahe einer großen LGBTQ-Parade gefahren zu haben, wurde von Einsatzkräften im Berliner Bezirk Spandau getötet. Die Tat ereignete sich im Tiergartenpark nahe dem Brandenburger Tor am Samstag gegen 22 Uhr Ortszeit, unweit einer der größten jährlichen europäischen LGBTQ-Feiern, dem Christopher Street Day. Bei dem Vorfall in der Hauptstadt starben nach Behördenangaben eine Person, während 29 weitere Personen Verletzungen erlitten. Die Sicherheitskräfte leiteten nach der Bluttat umgehend eine großangelegte Fahndung nach dem flüchtigen Täter ein.
Am Sonntagabend teilte die Berliner Polizei über die Plattform X mit, dass der mutmaßliche Täter gegen 18 Uhr in einer Kleingartenanlage im Bezirk Spandau lokalisiert werden konnte. Ersten Erkenntnissen zufolge lief der Mann mit einer Stichwaffe bewaffnet auf die Beamten zu, woraufhin die Polizei Schüsse abgab. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen durch die alarmierten Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr verstarb der Verdächtige noch am Ort des Geschehens. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte den Schusswaffeneinsatz und den Tod des Mannes.
Die Ermittler hatten den Verdächtigen zuvor als den einundzwanzigjährigen Abdul B. identifiziert und dessen Foto veröffentlicht, um Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten. Innenminister Alexander Dobrindt erklärte, dass der Mann in der Vergangenheit durch zahlreiche Straftaten, Radikalisierung und die Zugehörigkeit zur islamistischen Szene aufgefallen war. Bei dem Getöteten handelt es sich um einen in Deutschland geborenen Staatsbürger libanesischer Herkunft. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Fahrzeugangriffen auf Menschenmengen in Deutschland ein, die in den vergangenen Jahren zu intensiven Debatten über Sicherheit und Einwanderung geführt haben.
Vor einem Gedenkgottesdienst in der Berliner Marienkirche forderte der CDU-Politiker und Bundeskanzler Friedrich Merz die Bevölkerung auf, liberale Werte zu verteidigen. In einer ersten Stellungnahme betonte er den Entschluss, für eine offene und freie Gesellschaft einzustehen.
„Wir werden die Freiheit, Offenheit und den liberalen Geist unseres Lebens und unserer Gesellschaft mit allem verteidigen“, was wir tun können.
Der Vorfall hat in der politischen Landschaft des Landes eine erneute Debatte über den Schutz von Großveranstaltungen und die effektive Überwachung von radikalisierten Personen ausgelöst. Sicherheitsbehörden prüfen nun weitere Details zu möglichen Hinterleuten oder Unterstützern des Angreifers.



























