WASHINGTON, 19. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit „The Axios Show“ erklärt, dass er das Unternehmen Anthropic nicht länger als Bedrohung für die nationale Sicherheit betrachtet.
Noch in der vergangenen Woche schätzte das Staatsoberhaupt die Situation anders ein, rückte nun jedoch von dieser Einschätzung ab.
Hintergrund der Debatte Der Wandel in der Bewertung folgt auf eine Auseinandersetzung über den ausländischen Zugriff auf hochentwickelte KI-Modelle wie Fable 5 und Mythos 5. Auf Anweisung der Regierung hatte Anthropic den Zugang zu diesen Systemen für ausländische Staatsangehörige vorübergehend vollständig deaktiviert. Technische Führungskräfte des Unternehmens trafen sich in dieser Woche mit Regierungsvertretern, um den Streit beizulegen.
Reaktion auf Sicherheitsvorgaben Trump lobte im Gespräch mit Axios die Geschwindigkeit, mit der CEO Dario Amodei auf die Exportkontrollrichtlinien der Regierung reagiert hat. Er bezeichnete das Vorgehen des Unternehmenschefs als verantwortungsbewusst. Während des G7-Gipfels in Frankreich kam es zudem zu einem persönlichen Austausch zwischen führenden Politikern und Branchenvertretern wie Amodei.
Einsatz von Vollmachten Trotz der Entspannung schloss der US-Präsident die Nutzung von Notstandsbefugnissen gemäß dem Defense Production Act (DPA) gegen Anthropic nicht kategorisch aus. Er betonte jedoch, dass er derzeit nicht davon ausgehe, diese drastischen Maßnahmen tatsächlich ergreifen zu müssen.
Stellungnahme des Unternehmens Das Unternehmen selbst äußerte sich ebenfalls zu den jüngsten Entwicklungen. Ein Sprecher von Anthropic erklärte dazu:
„Wir sind der Regierung dankbar für die laufende Partnerschaft bei der raschen Lösung dieser Angelegenheit und bleiben entschlossen, gemeinsam mit ihr unsere Ziele zum Schutz kritischer Infrastrukturen zu verfolgen und sicherzustellen, dass die USA bei KI führend bleiben.“




























