BUKAREST, 27. Juli (Berlin Morgen Zeitschrift) – Rumänien hat am Montag einen Diplomaten der russischen Botschaft in Bukarest des Landes verwiesen. Grund für die Ausweisung sind wiederholte Verletzungen des rumänischen Luftraums durch russische Drohnen im Zuge der Angriffe auf die benachbarte Ukraine.
Rumänische F-16-Kampfjetpiloten schossen nach Angaben der Behörden innerhalb von drei Tagen drei separate Drohnen ab. Für die Abwehr dieser Luftbedrohungen gab die Regierung in Bukarest in diesem kurzen Zeitraum rund 1,5 Millionen Euro aus.
Das rumänische Außenministerium erklärte den betroffenen russischen Diplomaten zur unerwünschten Person und setzte ihm eine Frist von fünf Tagen für die Ausreise. Zudem wurde der rumänische Botschafter aus Russland für Konsultationen nach Bukarest zurückgerufen.
„Die anhaltenden Vorstöße seien absolut inakzeptabel und unerträglich“, erklärte das Außenministerium.
Der russische Botschafter Vladimir Lipayev wurde ins Ministerium einbestellt, wo ihm von Staatsanwälten verifizierte Drohnenfragmente russischen Ursprungs als Beweis vorgelegt wurden. Die Botschaft in Bukarest wies die Anschuldigungen als unbegründet zurück und kündigte Gegenmaßnahmen an. NATO-Vertreter prüfen die Vorfälle zur Stärkung der Luftverteidigung an der Ostflanke.


























