TEHERAN, 22. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Der Iran hat sich mit den Vereinigten Staaten auf die Einrichtung einer direkten Kommunikationslinie für den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormuz geeinigt.
Ziel dieses Abkommens ist es, Zusammenstöße, maritime Zwischenfälle und gefährliche Missverständnisse in dieser vitalen Wasserstraße konsequent zu vermeiden. Der iranische Chefunterhändler Mohammad Baqer Qalibaf bestätigte das Vorhaben nach Abschluss der diplomatischen Gespräche in der Schweiz.
Die neue Vereinbarung sieht vor, dass eine direkte maritime Verbindung zwischen der U.S. Navy und den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) aufgebaut wird. Diese technologische Schnittstelle soll als Frühwarnsystem dienen, um militärische Zusammenstöße zu verhindern und eine ungestörte Durchfahrt für den kommerziellen Welthandel zu garantieren.
Ein wesentlicher Bestandteil des ausgehandelten Memorandums ist eine 60-tägige Phase des sicheren Durchgangs. Während dieses Zeitraums verzichtet der Iran vollständig auf die Erhebung von Transitgebühren für Handelsschiffe, die vom Persischen Golf in das Arabische Meer fahren. Zudem hat sich Teheran dazu verpflichtet, innerhalb der nächsten 30 Tage Navigationshindernisse und maritime Minen in der Region zu beseitigen.
Qalibaf betonte die Bedeutung dieser diplomatischen Fortschritte im Rahmen der jüngsten Verhandlungen am Bürgenstock:
„Wir haben uns auf eine direkte Kommunikationslinie geeinigt, um Konflikte und Zwischenfälle in der strategischen Wasserstraße der Straße von Hormuz effektiv zu vermeiden.“
Neben den Sicherheitsvorkehrungen für die Schifffahrt gab der Unterhändler den Abschluss eines weiteren zentralen Punktes bekannt. Die Verhandlungen führten zur finalen Unterzeichnung der Freigabe von eingefrorenen iranischen Vermögenswerten im Wert von 12 Milliarden US-Dollar. Experten werten dieses Signal als einen wichtigen Schritt zur Deeskalation in der Region.
Begleitend zu den maritimen Absprachen wurde die Bildung einer sogenannten De-Konflikt-Zelle formiert, an der auch der Libanon beteiligt ist. Diese soll dazu dienen, den vereinbarten militärischen Waffenstillstand zwischen Israel und den im Libanon agierenden Hezbollah-Kräften zu stabilisieren. Währenddessen setzen Delegationen beider Seiten die technischen Gespräche fort, um weitere Sicherheitsbedenken sowie Fragen zu Sanktionen und dem iranischen Atomprogramm auf diplomatischer Ebene zu erörtern.




























