BRJANSK, 27. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Drohnen- und Artillerieangriffe haben am Samstag auf beiden Seiten der russisch-ukrainischen Grenze zivile Opfer gefordert, wie lokale Behörden berichteten. In der russischen Grenzregion Brjansk starben zwei Menschen durch einen ukrainischen Drohnenschlag, während sie in ihrem Auto nahe der Grenze unterwegs waren. Dies teilte der amtierende Gouverneur der Region, Jegor Kowaltschuk, auf Telegram mit.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte laut Nachrichtenagenturen, dass zwischen 8.00 und 20.00 Uhr insgesamt 124 ukrainische Drohnen über verschiedenen russischen Regionen abgeschossen wurden. Auch in der Hauptstadt Moskau gab es zahlreiche Vorfälle. Bürgermeister Sergei Sobjanin veröffentlichte eine Reihe von Berichten über abgefangene Drohnen, die auf Moskau zugesteuert waren. Laut inoffiziellen Zählungen russischer Agenturen wurden allein im Laufe des Tages 21 Drohnen in Richtung der Hauptstadt registriert.
Auf ukrainischer Seite meldete der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Gandscha, schwerwiegende Vorfälle nahe der Stadt Nikopol. Nach Angaben der Behörden führten dort mehr als 40 Drohnenangriffe und Artilleriebeschuss zum Tod einer Person und verletzten eine weitere.
Die Stadt Nikopol liegt direkt am gegenüberliegenden Ufer des Dnipro, in unmittelbarer Nähe zum russisch besetzten Kernkraftwerk Saporischschja. Sie gilt seit Beginn des Konflikts als ein häufiges Ziel russischer Angriffe.
„Eine kombinierte Anzahl von über 40 Drohnenangriffen und Artilleriefeuer hat einen Menschen getötet und einen weiteren verletzt“, erklärte Gouverneur Gandscha zur aktuellen Sicherheitslage im Gebiet nahe der Frontlinie.
Die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen belasten die zivile Bevölkerung in den Grenzregionen weiterhin massiv.




























