KIEW, 12. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Sonntag vorgeschlagen, die Premierministerin Julija Swyrydenko zu ersetzen. Der Präsident erklärte, die personellen Veränderungen in der Führung der Regierung seien notwendig, um die Umsetzung einer aktualisierten politischen Strategie sicherzustellen.
Nähere Einzelheiten zu diesen Plänen nannte er zunächst nicht. Swyrydenko wurde im Juli 2025 in ihr Amt berufen. Neben dem Wechsel an der Spitze des Kabinetts kündigte Selenskyj auch Veränderungen bei den Leitern der Strafverfolgungsbehörden an. Nach ukrainischem Recht erfordert der Rücktritt des Premierministers die Zustimmung des Parlaments und zieht automatisch den Rücktritt der gesamten Regierung nach sich.
Auf der Plattform X drückte der Präsident seinen Dank für die geleistete Arbeit der Premierministerin aus.
„Ich bin Julija dankbar für ihre klare, stetige und effektive Arbeit als Premierministerin, für ihre jahrelangen produktiven Dienste im Team der Ukraine, und ich habe ihr die Möglichkeit angeboten, einen neuen und wichtigen Bereich der Beziehungen zu einem schlüssigen Partner zu leiten“
Sagte Selenskyj auf X.
Selenskyj gab weder die neue Position von Swyrydenko noch den Namen einer Nachfolge bekannt. Er betonte jedoch, dass er gemeinsam mit den Abgeordneten die entsprechenden Änderungen im Kabinett vornehmen werde.
Der Oppositionspolitiker Jaroslaw Schelesnjak äußerte sich auf Telegram zu den möglichen Hintergründen der Entscheidung. Er erklärte, dass Swyrydenko wahrscheinlich den Posten der Botschafterin in den Vereinigten Staaten übernehmen werde. Dies bedeute, dass sie das Amt der Premierministerin verlasse und folglich die gesamte Regierung umgestaltet werde. Die Entscheidung liegt nun beim ukrainischen Parlament, das über die personellen Neubesetzungen abstimmen muss.
In Abgeordnetenkreisen werden bereits mehrere Namen für die Nachfolge an der Regierungsspitze gehandelt. Zu den möglichen Kandidaten gehört der Vorgänger von Swyrydenko, der aktuelle Energieminister Denys Schmyhal. Ebenfalls im Gespräch sind Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sowie Serhij Koretskyj, der Leiter des staatlichen Energieunternehmens Naftogaz. Der geplante Umbau der Regierung soll in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Parlaments umgesetzt werden.



























