KIEW, 22. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Mittwoch ein Telefonat mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner geführt, um Optionen für eine aktivere Diplomatie und den Weg zu einem Abkommen im Krieg mit Russland zu erörtern. Die Verhandlungen der USA in diesem Konflikt waren zuletzt geraten, da sich der Fokus aus Washington vor allem auf den Konflikt mit dem Iran verlagerte.
An dem Gespräch nahmen auf ukrainischer Seite auch der Leiter des Präsidialamtes, Kyrylo Budanov, und der Chefunterhändler Rustem Umerov teil. Selenskyj betonte, dass der diplomatische Prozess täglich fortgesetzt werde, um das Ende des Krieges herbeizuführen. Die ukrainische Führung teilte mit, dass beide Seiten vereinbart haben, weiterhin in engem Kontakt zu bleiben.
Zusätzlich traf Selenskyj in Kiew den US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker. Im Zentrum dieser Gespräche stand die Erteilung von Lizenzen für die Produktion des Patriot-Luftabwehrsystems, mit dem ukrainische Städte vor russischen Raketenangriffen geschützt werden sollen. Angesichts der andauernden Angriffe bleibt die Beschaffung von Patriot-Abfangraketen eine vorrangige Aufgabe für die Kiewer Regierung.
„Das ist genau das, was wir heute mit Botschafter Whitaker besprochen haben – Produktionslizenzen, Raketen und alles andere, was benötigt wird“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache.
US-Präsident Donald Trump hatte auf dem NATO-Gipfel in der Türkei bereits grundsätzlich zugestimmt, dass die USA der Ukraine eine Lizenz zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen erteilen. Während die Ukraine ihre Drohnenangriffe auf Energieziele in Russland verstärkt hat, hat der Schutz der eigenen Bevölkerung vor Raketen weiterhin höchste Priorität.

























