MADRID, 25. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Ein 78-jähriger Mann ist bei einem Waldbrand in der spanischen Stadt Manises nordwestlich von Valencia gestorben. Das spanische Innenministerium sowie lokale Feuerwehrbehörden bestätigten den Vorfall am Samstag. Das Opfer hatte eine eingeschränkte Mobilität und wurde leblos in einem Fahrzeug in einer Schlucht in der Nähe seines Obstgartens gefunden.
Das Feuer brach nach offiziellen Angaben in der Nähe der Schlucht Salt de l’Aigua in der Gemeinde Manises aus. Rettungskräfte waren mit sechs Einheiten sowie Luftunterstützung im Einsatz, um den lokalen Brand zu stabilisieren. Fünf weitere Personen mussten wegen Verbrennungen und Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Als Reaktion auf den tragischen Vorfall rief die Stadt Manises zwei Tage offizielle Trauer aus.
Der lokale Brand ereignete sich inmitten einer breiteren Umweltkrise auf der Iberischen Halbinsel und im südlichen Europa. Spanien hat aufgrund des katastrophalen Ausmaßes der Brände zum ersten Mal in seiner Geschichte einen nationalen Notstand ausgerufen. Mehr als 70.000 Menschen mussten im zentralen Teil des Landes ihre Häuser verlassen. Die heftigsten Brände wüten in den Provinzen Madrid und Ávila, wo drei Großfeuer fusionierten.
Die Europäische Union hat die rescEU-Flotte mobilisiert und Löschflugzeuge aus Italien, Griechenland, Portugal und den Niederlanden entsandt. Die internationale Unterstützung soll den überlasteten spanischen Rettungskräften bei der Bekämpfung der Flammen helfen.
„Die Lage bleibt äußerst kritisch“, erklärten die zuständigen Behörden angesichts der anhaltenden Wetterbedingungen.
Die Einsatzkräfte arbeiten weiterhin mit Hochdruck an den verbleibenden Brandherden.

























