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Home Weltnachrichten

Druck auf Russland 2026 US Senatoren fordern neue Energie Sanktionen

by Kerstin Thomanek
2026-02-19
in Weltnachrichten
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US-Senat plant neue Gesetze für Druck auf Russland
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Odessa/Washington, 19. Februar 2026 – Berlin Morgen Zeitschrift, US-Senatoren fordern nach ihrem Besuch in der Ukraine massiven neuen Druck auf Russland, um ein Ende der Aggression zu erzwingen. Trotz laufender Friedensgespräche in Genf plädieren Demokraten und Republikaner für schärfere Sanktionen gegen die russische Schattenflotte sowie Käufer von Öl, Gas und Uran wie China und Indien. Ein überparteiliches Gesetz unter Führung von Richard Blumenthal und Lindsey Graham soll den wirtschaftlichen Druck auf Russland im Jahr 2026 drastisch erhöhen. Die Senatoren warnten die Trump-Administration davor, ein Friedensabkommen zu schließen, das die Souveränität der Ukraine durch zu große territoriale Zugeständnisse gefährdet.

Strategische Mission am Schwarzen Meer

Die Delegation, angeführt von Senatorin Jeanne Shaheen aus New Hampshire, nutzte den Besuch vor Ort, um sich ein direktes Bild von der Lage der ukrainischen Küstenwache und Marine zu machen. Inmitten der winterlichen Bedingungen Odesas führten sie intensive Gespräche mit Vertretern US-amerikanischer Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Gruppen. Dieser Besuch ist kein reiner Symbolakt, sondern der Auftakt für eine neue legislative Offensive im US-Senat.

Die Senatoren planen, unmittelbar nach ihrer Rückkehr nach Washington Gesetzesinitiativen voranzutreiben, die den wirtschaftlichen Druck auf Russland auf eine neue Stufe heben. Im Zentrum stehen dabei drakonische Sanktionen gegen den russischen Energiesektor, der nach wie vor die wichtigste Finanzquelle für den Kreml darstellt.

Fokus auf die globale Energie-Architektur

Senator Richard Blumenthal aus Connecticut betonte während einer Telefonschalte mit Reportern die Notwendigkeit, internationale Abnehmer von russischem Öl und Gas zur Verantwortung zu ziehen. Länder wie China, Indien, Ungarn und Brasilien müssten durch starke Anreize dazu bewegt werden, ihre Importe einzustellen. Nur so könne der finanzielle Spielraum Moskaus effektiv eingeschränkt werden.

Durch diese Maßnahmen soll der Druck auf Russland so weit erhöht werden, dass eine Fortführung der militärischen Aggression ökonomisch untragbar wird. Blumenthal machte deutlich, dass dies ein entscheidender Faktor sei, um den Kampf der Ukraine positiv zu beeinflussen und die russische Kriegsmaschinerie zum Erliegen zu bringen.

Die Schattenflotte im Visier der Gesetzgeber

Ein besonderes Augenmerk der Senatoren liegt auf der sogenannten „Schattenflotte“. Hierbei handelt es sich um eine Flotte veralteter Tanker, die Russland nutzt, um bestehende Ölsanktionen zu umgehen und Rohöl unbemerkt auf den Weltmarkt zu bringen. Senator Sheldon Whitehouse aus Rhode Island bezeichnete diese Flotte als eines der zentralen Elemente, die nun zerschlagen werden müssen.

Senator Whitehouse zur Schattenflotte

Ein kritischer Punkt der neuen Strategie ist die Bekämpfung der sogenannten „Schattenflotte“. Russland nutzt veraltete Tanker, um Sanktionen zu umgehen und Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Senator Sheldon Whitehouse fand hierfür klare Worte, um die Notwendigkeit von Sanktionen zu begründen.

„Niemand, buchstäblich niemand glaubt, dass Russland bei den Verhandlungen mit unserer Regierung und mit den Ukrainern in gutem Glauben handelt. Daher wird Druck zum Schlüssel, und die Schattenflotte ist ein Element dieses Drucks.“

Dieses Zitat verdeutlicht das tiefe Misstrauen gegenüber dem Kreml. Für Whitehouse und seine Kollegen ist der physische und finanzielle Druck auf Russland das einzige Mittel, um Moskau zu echten Zugeständnissen zu zwingen. Worte allein, so der Tenor in Odesa, hätten in den letzten vier Jahren keine Wende herbeigeführt.

US-Senatoren fordern 2026 in Odesa Druck auf Russland

Politische Spannungen in Washington

Die Umsetzung dieser harten Linie gestaltet sich jedoch komplex. Während im Senat eine überparteiliche Mehrheit von 85 der 100 Abgeordneten den Graham-Blumenthal-Sanktionsentwurf unterstützt, gibt es Widerstand aus dem Weißen Haus. Unter der Administration von Präsident Donald Trump werden Entscheidungen über Sanktionen zunehmend im West Wing zentralisiert.

Dennoch zeigen sich die reisenden Senatoren optimistisch. Sie setzen darauf, dass der enorme Rückhalt im Kongress letztlich den Ausschlag geben wird. Sie fordern, dass der Druck auf Russland nicht als Verhandlungsmasse für schwache Kompromisse missbraucht wird, sondern als dauerhaftes Instrument der Stärke dient.

Stillstand bei den Friedensgesprächen in Genf

Parallel zum Besuch der Senatoren endeten in Genf zweitägige Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland – ohne nennenswerten Durchbruch. Während die Trump-Administration von „bedeutenden Fortschritten“ sprach, äußerte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zutiefst unzufrieden.

Kiew sieht sich wachsendem Druck ausgesetzt, schmerzhafte territoriale Zugeständnisse zu akzeptieren, während russische Truppen weiterhin die Energieinfrastruktur des Landes angreifen. In dieser kritischen Phase betrachten die US-Senatoren den verstärkten wirtschaftlichen Druck auf Russland als das einzige Mittel, um die ukrainische Verhandlungsposition zu stärken und unfaire Diktatfrieden zu verhindern.

Sicherheitsgarantien als rote Linie

Senator Chris Coons aus Delaware stellte klar, dass der Kongress keinem Friedensabkommen zustimmen werde, das die Souveränität der Ukraine untergräbt oder zu viele Zugeständnisse erzwingt. Er forderte stattdessen „sehr starke Sicherheitsgarantien“, die eine künftige Aggression unmöglich machen.

Diese Haltung unterstreicht, dass der Druck auf Russland nicht nur eine kurzfristige Reaktion auf aktuelle Kampfhandlungen ist. Vielmehr geht es um die Etablierung einer neuen Sicherheitsarchitektur in Osteuropa, in der die Ukraine als stabiler Partner fest verankert ist.

Unterstützung über Parteigrenzen hinweg

Trotz der politischen Differenzen in den USA gibt es auch unter Republikanern Stimmen, die vor einer zu schwachen Haltung gegenüber Moskau warnen. Senator Lindsey Graham, der Selenskyj kürzlich auf der Münchner Sicherheitskonferenz traf, betonte, dass auch Trump die Notwendigkeit von Sanktionen erkenne, die Umsetzung jedoch strategisch klug erfolgen müsse.

Der überparteiliche Konsens im Senat bleibt das stärkste Pfund der Ukraine-Unterstützer. Sie wollen sicherstellen, dass der finanzielle und militärische Druck auf Russland aufrechterhalten bleibt, egal wie die diplomatischen Gespräche im Weißen Haus verlaufen.Die Rolle der internationalen Partner

Die Senatoren machten zudem deutlich, dass die USA in dieser Frage eine Führungsrolle übernehmen müssen. Der europäische Kontinent blickt gespannt nach Washington, während Länder wie die Slowakei oder Ungarn eigene Interessen im Energiebereich verfolgen. Ein koordinierter Druck auf Russland durch die gesamte westliche Allianz ist das erklärte Ziel der Delegation.

Nur wenn die Schlupflöcher in der globalen Finanzwelt geschlossen werden, kann die gewünschte Wirkung erzielt werden. Die Reise nach Moldau, die sich direkt an den Besuch in Odesa anschloss, diente dazu, auch die Nachbarstaaten der Ukraine in diese Strategie der Standhaftigkeit einzubinden.

Hafenanlagen in Odesa während des Rufs nach Druck auf Russland

Schutz der ukrainischen Infrastruktur

Angesichts der massiven russischen Angriffe auf das Stromnetz ist der Bedarf an Generatoren und Luftabwehrsystemen so hoch wie nie zuvor. Die Senatoren versprachen, sich in Washington für weitere Hilfspakete einzusetzen. Diese Unterstützung ist die notwendige Ergänzung zum wirtschaftlichen Druck auf Russland.

Ohne eine funktionierende Basis im Land wäre jede diplomatische Bemühung zum Scheitern verurteilt. Daher sehen die Senatoren die humanitäre Hilfe und die militärische Abwehr als zwei Seiten derselben Medaille im Kampf gegen die Aggression.

Ausblick auf das vierte Kriegsjahr

Wenn sich am 24. Februar 2024 der Einmarsch Russlands zum vierten Mal jährt, wird die Welt auf die Ergebnisse dieser politischen Bemühungen blicken. Die Forderung der US-Senatoren nach mehr Härte ist ein deutliches Signal, dass der Konflikt nicht durch Erschöpfung des Westens gelöst werden darf. Der Druck auf Russland muss laut den Gesetzgebern stetig wachsen, bis eine gerechte Lösung am Verhandlungstisch erreicht ist.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Kongress die nötige Entschlossenheit aufbringt, die vorgeschlagenen Gesetze gegen den Widerstand einzelner Akteure durchzusetzen. Die Senatoren jedenfalls kehrten mit der festen Überzeugung zurück, dass nur konsequentes Handeln den Frieden sichern kann.

Kerstin Thomanek

Kerstin Thomanek

freiberufliche Autorin und Journalistin für die Themen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

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