BERLIN, 8. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Die Staats- und Regierungschefs aus Frankreich und Deutschland haben sich darauf verständigt, das gemeinsame Projekt für ein Kampfflugzeug der nächsten Generation einzustellen. Dies teilten zwei deutsche Regierungsvertreter am Montag mit.
Ende des Rüstungsprojekts
Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron erörterten das Vorhaben am Rande des EU-Westbalkan-Gipfels in Montenegro in der vergangenen Woche. Sie kamen zu dem Schluss, dass es keine Aussicht auf eine Überwindung der monatelangen Blockade gebe. Das Scheitern der Einigung bei dem auf 100 Milliarden Euro veranschlagten Projekt unterstreicht die Schwierigkeiten Europas beim Wiederaufbau militärischer Kapazitäten.
Symbolische Lösung für FCAS
Informierte Kreise berichten, dass nun eine Lösung angestrebt wird, bei der die Bezeichnung „Future Combat Air System“ (FCAS) für die verbleibenden Systeme beibehalten wird. Dies ist jedoch weitgehend symbolisch, da FCAS eine Gattungsbezeichnung für solche Konzepte darstellt. Das Projekt war 2017 von Macron und der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel initiiert worden, um die militärische Zusammenarbeit zu stärken.
In den vergangenen Monaten konnten die Industriepartner Airbus, der Deutschland und Spanien vertritt, und die französische Dassault Aviation ihre Differenzen nicht beilegen. Merz äußerte zudem wiederholt Zweifel an der Sinnhaftigkeit eines bemannten Kampfjets der sechsten Generation für die Bundeswehr. Deutschland habe keinen Bedarf an einer trägergestützten Maschine mit nuklearer Einsatzfähigkeit.



























