BRÜSSEL, 2. Juli (Berlin Morgen Zeitschrift) – Die Europäische Union bereitet als Reaktion auf einen massiven Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew neue Sanktionen gegen Russland vor. Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, kündigte an, zusätzliche Unternehmen ins Visier zu nehmen, die den russischen militärisch-industriellen Komplex unterstützen.
Der jüngste russische Angriff auf Kiew umfasste laut offiziellen Angaben zahlreiche Raketen sowie hunderte Drohnen. Diese Attacke führte zu zivilen Opfern und verursachte flächendeckende Schäden im gesamten Stadtgebiet der ukrainischen Hauptstadt.
Die geplanten Sanktionsmaßnahmen richten sich gezielt gegen Firmen, die einen direkten Beitrag zur russischen Verteidigungsindustrie leisten. Dies betrifft insbesondere Unternehmen, die in die Lieferketten für militärische Ausrüstung sowie die Produktion von unbemannten Luftfahrzeugen eingebunden sind.
Kallas betonte, dass bloße Besorgnisbekundungen die Angriffe nicht beenden würden. Stattdessen sei eine weitere Steigerung des Drucks auf Moskau sowie eine verstärkte militärische Unterstützung für die Ukraine erforderlich.
„Die mehr Russland Zivilisten angreift, desto stärker muss unsere Reaktion sein“, erklärte Kaja Kallas mit Blick auf die Notwendigkeit konsequenter Maßnahmen.
Die Initiative ist Teil der fortlaufenden Strategie der EU, die wirtschaftlichen Sanktionen gegen den russischen Verteidigungssektor kontinuierlich auszuweiten. Erst in dieser Woche zahlte die Europäische Union sechs Milliarden Euro aus einer 90 Milliarden Euro umfassenden Fazilität aus, um die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu stärken.
Das neue Sanktionspaket muss von allen EU-Mitgliedstaaten genehmigt werden, bevor es in Kraft treten kann. Ziel der EU ist es, den Druck so lange aufrechtzuerhalten, bis Moskau erkennt, dass militärische Gewalt nicht zum Erfolg führt.


























