COTIGNAC, 22. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Südeuropa leidet unter extremen Temperaturen und einer anhaltenden Dürre, während Einsatzkräfte in mehreren Ländern gegen außer Kontrolle geratene Flammen kämpfen. In Frankreich und Spanien stehen riesige Landstriche in Flammen, was Behörden zu Evakuierungen veranlasst und Menschenleben fordert.
Tödliche Einsätze in Südfrankreich
In der südwestfranzösischen Region Gironde kamen zwei Feuerwehrmänner ums Leben, als ihr Einsatzfahrzeug von den Flammen erfasst wurde. Die Behörden schränken nun Aktivitäten in gefährdeten Gebieten stark ein und weisen darauf hin, dass die meisten Brände durch menschliches Handeln verursacht werden.
Die Präfektin der Region Gironde, Sophie Brocas, erklärte zur angespannten Lage vor Ort:
„Alles ist sehr trocken; selbst heute beobachten wir mehrere Brandausbrüche, darunter einen, der etwas kompliziert ist.“
In der Gironde wurden hunderte Anwohner und Urlauber nahe Saumos vorsorglich evakuiert. Die Behörden sperrten Straßen zu den beliebten Stränden der Region, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern. Auch im südöstlichen Département Var sowie in den Hautes-Alpes kämpfen Einsatzkräfte gegen großflächige Feuer.
Evakuierungen und Rekordbrände in Spanien
In Spanien führt die extreme Hitzewelle ebenfalls zu einer dramatischen Lage. In der zentralspanischen Provinz Guadalajara wurden durch den bisher schwersten Brand des Jahres zehntausende Hektar Land zerstört. Nach der Evakuierung von 34 Gemeinden konnten erste Anwohner in ihre Dörfer zurückkehren, da sich das Feuer leicht stabilisierte.
Der spanische Wetterdienst AEMET warnt jedoch weiterhin vor einer sehr hohen bis extremen Gefahr für Brände auf dem Festland und den Balearischen Inseln. Trockene Gewitter und heißer Wüstenwind aus der Sahara erschweren die Löscharbeiten erheblich. Für die kommenden Tage werden in den mediterranen Regionen erneut Temperaturen von bis zu 44 Grad Celsius erwartet.
Hitzewelle erfasst den gesamten Mittelmeerraum
Nicht nur Frankreich und Spanien sind von den extremen Wetterbedingungen betroffen. In Griechenland und Zypern verhängten die Behörden Arbeitsverbote im Freien während der heißen Mittags- und Nachmittagsstunden, da die Temperaturen weit über 40 Grad stiegen.
Auf dem westlichen Balkan verlagerte sich das Risiko von extremer Hitze zu heftigen Unwettern. In Nordmazedonien und im Kosovo richteten schwere Hagelstürme massive Schäden an Infrastruktur und Gebäuden an, mehrere Menschen wurden durch umstürzende Bäume und abgedeckte Dächer verletzt.



























