Brüssel (Berlin Morgen Zeitschrift) 16. September 2026 – Die Europäische Kommission hat im Europäischen Parlament eine Bestandsaufnahme der extremen Wetterereignisse vorgelegt, die Europa im Sommer getroffen haben. Ursula von der Leyen warnte in ihrer Rede zur Lage der Union vor den künftigen Folgen des Klimawandels, während neue Umfragedaten eine veränderte Wahrnehmung der Bürger in mehreren europäischen Ländern belegen.
Europäische Kommission warnt vor den Folgen extremer Wetterereignisse
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat vor dem Europäischen Parlament am Mittwoch, dem 16. September, erklärt, dass der zurückliegende Sommer als „Sommer der Wahrheit“ in Erinnerung bleiben werde. Sie warnte davor, dass die extremen Wetterbedingungen der vergangenen Monate lediglich einen Vorgeschmack auf künftige Entwicklungen darstellen.
In ihrer Ansprache betonte von der Leyen, dass die Sommermonate die heißesten gewesen seien, die jemals verzeichnet wurden, jedoch voraussichtlich die kühlsten der kommenden Jahre sein werden. Kontinentweit kam es nach Angaben der Kommission zu gravierenden ökologischen und wirtschaftlichen Schäden, darunter brennende Moorgebiete, schmelzende Gletscher und kritisch sinkende Wasserstände in Flüssen.
Verheerende Schadensbilanz des europäischen Sommers
Die von der Europäischen Kommission vorgelegte Bilanz der Sommerkatastrophen beziffert die betroffenen Flächen und Verluste im Detail. Demnach fielen schätzungsweise 660.000 Hektar Land Bränden zum Opfer. Zudem verzeichnete die Landwirtschaft den Verlust von rund zwölf Millionen Tonnen an Ernteerträgen.
Darüber hinaus machte von der Leyen auf die gesundheitlichen Folgen der Hitzewellen aufmerksam. Nach Angaben der Behörden kam es im Zuge der extremen Temperaturen zu mehr als 35.000 zusätzlichen Todesfällen in ganz Europa.
Verändertes Problembewusstsein der europäischen Bürger
Parallel zu den offiziellen Erklärungen der Kommission belegen Daten einer neuen Umfrage des Climate Opinion Research Exchange (CORE), die von YouGov durchgeführt wurde, eine Verschiebung der Prioritäten in der Bevölkerung. Die Befragung wurde zwischen Juni und August in sechs Ländern durchgeführt: Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Klimawandel in fünf der sechs untersuchten Staaten zu einem der fünf wichtigsten Anliegen der Bürger aufgerückt ist. Besonders deutlich fiel dieser Trend in Frankreich aus, das stark von den sommerlichen Extremwetterlagen betroffen war. Dort verdoppelte sich der Anteil der Menschen, die den Klimawandel unter ihren zwei wichtigsten Sorgen nannten, wodurch das Thema zur drittgrößten Sorge des Landes aufstieg und vor dem Bereich der Zuwanderung platziert wurde.



























