2. April 1792: Der US-Dollar wird offizielles Zahlungsmittel
Wie eine pragmatische Entscheidung zur mächtigsten Währung der Welt führte
Geburtsstunde des US-Dollars: Eine Nation schafft sich ihre eigene Währung
Am 2. April 1792 legte der US-Kongress mit dem sogenannten Coinage Act den Grundstein für eine der bedeutendsten Währungen der Welt:
den US-Dollar.
Mit der Entscheidung, den Dollar als offizielles Zahlungsmittel einzuführen, wollten die Vereinigten Staaten nicht nur ihre wirtschaftliche Souveränität festigen, sondern auch die zolltechnischen und finanziellen Hürden zwischen den damals 13 Bundesstaaten überwinden.
Die junge Republik brach damit bewusst mit ihrer kolonialen Vergangenheit und der Abhängigkeit vom britischen Pfund Sterling.
Stattdessen etablierte sie ein eigenständiges, dezimalbasiertes Währungssystem, das weltweit zum Vorbild wurde.
Revolutionäres Dezimalsystem: Ein Schritt in die Moderne – US-Dollar offizielles Zahlungsmittel
Der US-Dollar war die erste staatlich eingeführte Währung, die vollständig auf einem Dezimalsystem beruhte – eine Innovation, die für damalige Verhältnisse revolutionär war.
Die Unterteilung des Dollars in 10 Dimes, 100 Cents und 1000 Mills sollte den Zahlungsverkehr einfacher und transparenter gestalten.
Diese klare Struktur unterschied den Dollar fundamental von vielen anderen Währungen der Zeit, die noch in komplexen Untereinheiten wie Schilling, Pence und Pfund organisiert waren.
Die Entscheidung erwies sich als zukunftsweisend – und wurde später von zahlreichen Ländern übernommen.
Der „Dollar“ – eine Namenswahl mit europäischem Ursprung
Die Bezeichnung „Dollar“ stammt ursprünglich vom niederländischen Wort „Daler“, das wiederum auf den deutschen „Thaler“ zurückgeht – eine weitverbreitete Silbermünze im Europa des 16. Jahrhunderts.

Diese Verbindung ist kein Zufall:
Viele Kolonisten hatten zuvor mit europäischen Münzen gehandelt, insbesondere mit dem spanischen Silberdollar, der bereits im 18. Jahrhundert im nordamerikanischen Handel gängig war.
Die neue Währung sollte also vertraut klingen – und zugleich ein Symbol der Unabhängigkeit sein.
Einheitliche Währung als nationale Klammer – US-Dollar offizielles Zahlungsmittel
Ein wichtiges Ziel der Währungsreform war es, die wirtschaftliche Zersplitterung der jungen Republik zu überwinden.
Vor 1792 hatten die 13 Staaten unterschiedliche Währungen im Umlauf, was Handel und Steuererhebung erschwerte.
Der US-Dollar wurde zum Instrument der Vereinheitlichung – ein verbindendes Element, das half, die föderale Struktur der Vereinigten Staaten wirtschaftlich zu stabilisieren.
Auch der Aufbau einer zentralen Münzprägung – der United States Mint – gehörte zum Coinage Act. Die erste Prägeanstalt wurde in Philadelphia gegründet und begann wenig später mit der Herstellung der ersten offiziellen US-Münzen.
Der Dollar auf dem Weg zur Weltleitwährung – US-Dollar offizielles Zahlungsmittel
Was 1792 als pragmatische Entscheidung einer jungen Nation begann, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zur dominierenden Leitwährung des globalen Finanzsystems.
Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg – mit dem Bretton-Woods-System – wurde der US-Dollar zur weltweiten Referenzwährung.
Heute wird der Dollar in über 60 Prozent aller weltweiten Devisentransaktionen genutzt.
Zahlreiche Länder halten ihn als Währungsreserve, darunter auch die Europäische Zentralbank (EZB). Viele Rohstoffe wie Öl oder Gold werden international in Dollar gehandelt.
Mehr als nur Geld – ein Symbol für wirtschaftliche Macht – US-Dollar offizielles Zahlungsmittel
Die Einführung des US-Dollars am 2. April 1792 war nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine politische Entscheidung. Sie manifestierte den Anspruch der Vereinigten Staaten, unabhängig, modern und handlungsfähig zu sein.
Mehr als 230 Jahre später ist der Dollar weit mehr als nur Zahlungsmittel – er ist ein Symbol für globale Wirtschaftsverflechtung, Macht und Vertrauen.
Und seine Geschichte begann mit einem kühnen Schritt in Richtung Einheit und Ordnung.
US-Dollar offizielles Zahlungsmittel – Wir bleiben am Ball für Sie. BerlinMorgen.