New York, 10. Februar 2026 – Berlin Morgen Zeitschrift, Im erbitterten Bieterstreit um die Zukunft von Hollywood hat Paramount Skydance am Dienstag ein deutlich verbessertes Warner Bros. Discovery-Gebot vorgelegt. Um den bestehenden Deal zwischen Warner Bros. und Netflix zu sprengen, bietet Paramount nun eine zusätzliche „Ticking Fee“ von 0,25 US-Dollar pro Aktie für jedes Quartal an, in dem die Fusion über das Jahr 2026 hinaus verzögert wird – was Barzahlungen von rund 650 Millionen Dollar pro Quartal entspricht. Zudem erklärte sich Paramount bereit, die Abbruchgebühr in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner Bros. Discovery bei einer Absage an Netflix zahlen müsste. Mit diesem strategischen Vorstoß erhöht Paramount-Chef David Ellison den Druck auf den Verwaltungsrat von WBD massiv, das bisherige Netflix-Angebot von 27,75 Dollar pro Aktie zugunsten der 30-Dollar-Offerte von Paramount fallenzulassen
Die Details der neuen finanziellen Struktur
Das neue Warner Bros. Discovery-Gebot beläuft sich nun auf insgesamt 30 US-Dollar pro Aktie in bar. Dies stellt eine deutliche Prämie gegenüber dem ursprünglichen Angebot dar. Die Finanzstruktur ist so ausgelegt, dass sie den Aktionären sofortige Liquidität bietet. Analysten in Frankfurt und New York bewerten diesen Schritt als aggressiven Versuch, die laufenden Verhandlungen mit Netflix zu torpedieren.
Besonders relevant ist hierbei die Übernahme der sogenannten „Break-up Fee“. Paramount hat sich dazu verpflichtet, die Entschädigungszahlungen an Netflix in Höhe von rund 2,8 Milliarden US-Dollar vollständig zu übernehmen, sollte das Board von WBD das neue Angebot annehmen.
Warum Paramount jetzt in die Offensive geht
Hinter dem Warner Bros. Discovery-Gebot steht die strategische Vision einer totalen vertikalen Integration. Während Netflix primär an den Inhalten interessiert ist, strebt Paramount eine vollständige Fusion der Infrastrukturen an. Dies umfasst nicht nur die Filmstudios, sondern auch das umfangreiche lineare TV-Netzwerk von Discovery. In einem Markt, der zunehmend stagniert, ist Größe der einzige Schutz gegen Margenverluste.
Ein Ticking Fee als Vertrauensbeweis
Ein Novum in der Geschichte der Medien-M&A-Deals ist die Einführung einer laufenden Gebühr, falls sich die behördliche Genehmigung verzögert. Das Warner Bros. Discovery-Gebot beinhaltet eine Klausel, die den Aktionären ab dem vierten Quartal 2026 eine vierteljährliche Zahlung garantiert. Dies soll das Risiko langer kartellrechtlicher Prüfungsverfahren abfedern und die Attraktivität des Deals gegenüber der Konkurrenz steigern.
Die Rolle von Netflix in diesem Bieterstreit
Netflix hat bisher nicht offiziell auf das erhöhte Warner Bros. Discovery-Gebot reagiert. Der Streaming-Pionier steht vor einem Dilemma. Einerseits benötigt Netflix die starken Franchises von Warner, um seine Abonnentenzahlen stabil zu halten. Andererseits könnte eine weitere Erhöhung des eigenen Gebots die Profitabilität gefährden. Branchenkenner erwarten, dass Netflix in den kommenden Tagen eine modifizierte Strategie präsentieren wird, um den Verlust der WBD-Inhalte zu verhindern.

Auswirkungen auf die globale Medienlandschaft
Die Fusion, die durch das Warner Bros. Discovery-Gebot angestrebt wird, würde den größten Content-Katalog der Welt unter einem Dach vereinen. Marken wie HBO, CNN, Paramount Pictures und CBS würden eine Allianz bilden, die technologisch und inhaltlich schwer zu schlagen wäre. Für den deutschen Markt könnte dies bedeuten, dass lokale Plattformen wie RTL+ oder Joyn unter erhöhten Lizenzdruck geraten, da die US-Giganten ihre Inhalte verstärkt exklusiv auf eigenen Plattformen halten.
Expertenmeinung zur Marktkonsolidierung
Experten sind sich einig, dass dieses Jahr als das Jahr der Konsolidierung in die Geschichte eingehen wird. „Wir beobachten hier nicht nur einen Kauf, sondern eine strategische Neuausrichtung des gesamten digitalen Ökosystems“, kommentiert ein führender Medienanalyst die aktuelle Lage. Das Warner Bros. Discovery-Gebot ist somit nur der erste Dominostein in einer Reihe von Fusionen, die noch folgen könnten.
„In einer Welt des grenzenlosen Contents gewinnt am Ende derjenige, der nicht nur die Geschichten besitzt, sondern auch den direkten Zugang zum Zuschauer kontrolliert.“
Die kartellrechtlichen Hürden im Fokus
Trotz des finanziell attraktiven Pakets bleibt die regulatorische Hürde hoch. Das Justizministerium der Vereinigten Staaten (DOJ) hat bereits angekündigt, das Warner Bros. Discovery-Gebot genauestens auf Wettbewerbsverzerrungen zu prüfen. Eine Kombination von Paramount und Warner würde eine enorme Marktmacht im Bereich der Sportübertragungsrechte und der Nachrichtenberichterstattung bedeuten, was insbesondere in einem Wahljahr kritisch beäugt wird.
Finanzielle Absicherung der WBD Schulden
Ein wesentlicher Bestandteil, der das Warner Bros. Discovery-Gebot von anderen abhebt, ist die Zusage, die bestehenden Schulden von Warner Bros. Discovery in Höhe von fast 40 Milliarden US-Dollar umzustrukturieren. Paramount bietet hierfür Garantien durch ein Konsortium internationaler Großbanken an. Dies würde Warner die nötige Luft verschaffen, um weiterhin in hochwertige Eigenproduktionen zu investieren, ohne sofortigen Spardruck.
Die strategische Bedeutung der Sportrechte
Im aktuellen Warner Bros. Discovery-Gebot spielt der Bereich Sport eine zentrale Rolle. Durch die Kombination der Rechte von TNT Sports (Warner) und CBS Sports (Paramount) würde ein Gigant entstehen, der die Übertragungsrechte für die NFL, die NBA und die UEFA Champions League bündelt. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Netflix, das im Bereich Live-Sport bisher nur zaghafte Versuche unternommen hat.
Zeitplan für die kommenden Monate
Die nächsten Schritte sind klar definiert. Das Board von Warner Bros. Discovery muss das Warner Bros. Discovery-Gebot bis zum Ende des Monats formell bewerten. Sollte eine positive Empfehlung ausgesprochen werden, könnte die außerordentliche Hauptversammlung bereits im Sommer 2026 stattfinden. Bis dahin bleibt die Situation am Aktienmarkt volatil, da Spekulationen über mögliche Gegenangebote von Amazon oder Apple nicht abreißen.

Skydance als technologischer Motor
Hinter dem Angebot steht massiv die Expertise von Skydance Media. David Ellison möchte die Fusion nutzen, um moderne KI-Technologien in die Filmproduktion zu integrieren. Das Warner Bros. Discovery-Gebot ist somit auch ein Versprechen auf technologische Innovation. Ziel ist es, die Produktionskosten für Blockbuster durch virtuelle Studios und automatisierte Post-Production-Prozesse um bis zu 20 Prozent zu senken.
Reaktion der Abonnenten und Fans
In sozialen Netzwerken wird das Warner Bros. Discovery-Gebot kontrovers diskutiert. Viele Fans der DC-Comics hoffen auf eine stabilere Führung unter einem neuen Banner, während Abonnenten von Max (ehemals HBO Max) Preiserhöhungen fürchten. Paramount hat jedoch bereits signalisiert, dass man an Multi-Service-Bundles arbeitet, die den Zugang zu verschiedenen Diensten kostengünstiger machen sollen.
Fazit der aktuellen Marktlage
Die Entschlossenheit, mit der Paramount das Warner Bros. Discovery-Gebot vorantreibt, zeigt, dass man das Überleben des Unternehmens nur in der Größe sieht. Der Druck auf Netflix wächst stündlich. Es ist ein Spiel um alles oder nichts, das die Machtverhältnisse in Hollywood für immer verschieben wird. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Kapital oder bestehende Partnerschaften den Ausschlag geben.
Visionäre Expansion jenseits des klassischen Streamings
Schließlich geht es beim Warner Bros. Discovery-Gebot auch um die physische Präsenz in Freizeitparks und Merchandising. Warner verfügt über die weltweit bekannten Lizenzen der Harry Potter-Welt, während Paramount mit den Nickelodeon-Marken eine starke Basis im Kinder- und Familiensegment hat. Eine Zusammenführung würde das größte Freizeit- und Merchandising-Imperium nach Disney schaffen und zusätzliche Einnahmequellen abseits der digitalen Welt sichern.




























