Washington, 11. Februar 2026 – Berlin Morgen Zeitschrift, Die aktuelle CBO Defizitprognose beziffert das US-Haushaltsdefizit für 2026 auf 1,853 Billionen Dollar. Trotz Einnahmen aus neuen Zöllen belasten Steuersenkungen und steigende Zinslasten den Etat massiv. Mit einer Defizitquote von 5,8 % des BIP verfehlt die Trump-Administration ihre Sparziele deutlich, während die Staatsverschuldung bis 2036 auf Rekordniveau steigen soll.
Strukturelle Ursachen der Milliardenlücke
Ein wesentlicher Faktor für die düstere CBO Defizitprognose ist die Kombination aus sinkenden Steuereinnahmen durch die Verlängerung früherer Steuersenkungen und gleichzeitig explodierenden Kosten im Bereich der sozialen Sicherung. Insbesondere die Programme Medicare und Social Security belasten den Haushalt durch die demografische Alterung der Gesellschaft massiv.
Zusätzlich treiben die Zinszahlungen auf die mittlerweile auf Rekordniveau gestiegene Staatsverschuldung das Defizit weiter nach oben. Da die Federal Reserve die Zinsen zur Inflationsbekämpfung über einen längeren Zeitraum hochhalten musste, verschlingt der Schuldendienst nun mehr Kapital als jemals zuvor. Die CBO Defizitprognose warnt davor, dass dieser Trend ohne tiefgreifende Reformen unumkehrbar bleibt.
Die Rolle der „One Big Beautiful Bill“
Präsident Trumps „One Big Beautiful Bill“ (OBBBA) spielt eine ambivalente Rolle in der aktuellen CBO Defizitprognose. Während das Gesetz durch Steuersenkungen kurzfristige Investitionsimpulse in Sektoren wie Künstliche Intelligenz und industrielle Fertigung setzte, fehlen diese Einnahmen nun im Bundeshaushalt. Die CBO schätzt, dass diese Gesetzgebung allein über die nächsten zehn Jahre rund 4,7 Billionen Dollar zur Staatsverschuldung hinzufügen wird.
Obwohl die Erlöse aus massiv erhöhten Importzöllen das Defizit um geschätzte 3 Billionen Dollar reduzieren könnten, reichen diese Summen nicht aus, um die Ausgabenexplosion zu kompensieren. Die CBO Defizitprognose macht deutlich, dass die Handelszölle zwar die Einnahmen stärken, aber gleichzeitig die Importpreise und damit die Lebenshaltungskosten für US-Bürger erhöhen.
Auswirkungen auf die globale Stabilität
Da der US-Dollar weiterhin die Weltleitwährung ist, bleibt die CBO Defizitprognose nicht ohne Folgen für den Rest der Welt. Eine instabile Haushaltslage in Washington könnte das Vertrauen der internationalen Anleger in US-Staatsanleihen schwächen. Dies würde zu höheren Risikoaufschlägen und global steigenden Zinsen führen, was wiederum die wirtschaftliche Erholung in Europa und Deutschland dämpfen könnte.
Besonders exportorientierte Nationen beobachten die CBO Defizitprognose mit Sorge, da ein schwächerer Dollar oder protektionistische Maßnahmen zur Defizitbekämpfung den Welthandel massiv einschränken könnten. Experten sehen in der fiskalischen Entwicklung der USA ein erhebliches systemisches Risiko für das Jahr 2026.
Die Schuldenfalle und der Zinseszins-Effekt
Ein oft unterschätzter Aspekt der CBO Defizitprognose ist der Zinseszins-Effekt auf die Staatsschulden. Wenn die Schulden schneller wachsen als die Wirtschaftskraft, muss der Staat neue Schulden aufnehmen, nur um die Zinsen für alte Kredite zu bezahlen. Washington befindet sich laut Kritikern bereits am Rande dieser Schuldenfalle.
„Das Haushaltsdefizit ist kein abstraktes Problem mehr, sondern eine reale Bedrohung für die Handlungsfähigkeit künftiger Generationen.“
Die CBO Defizitprognose prognostiziert, dass der Schuldendienst in naher Zukunft die Marke von einer Billion Dollar pro Jahr überschreiten wird. Dies wäre mehr als das gesamte Budget für die Verteidigung oder das Bildungswesen. Die politische Lähmung in Washington erschwert die notwendigen Kurskorrekturen zusätzlich.

Inflation und Kaufkraftverlust
Ein hohes Defizit wirkt oft inflationär. Wenn die Regierung Milliarden in den Markt pumpt, die nicht durch Einnahmen gedeckt sind, steigt der Druck auf die Preise. Die CBO Defizitprognose sieht die Inflation für 2026 weiterhin oberhalb des 2%-Ziels der Federal Reserve, was die Kaufkraft der privaten Haushalte schmälert.
Trotz steigender Nominallöhne klagen viele US-Bürger über stagnierende Realeinkommen. Die Kosten für Wohnraum, Energie und Lebensmittel sind durch die lockere Fiskalpolitik der letzten Jahre massiv gestiegen. Die CBO Defizitprognose unterstreicht, dass eine Rückkehr zu stabilen Preisen ohne Haushaltsdisziplin kaum möglich sein wird.
Technologische Innovation als möglicher Rettungsanker?
Hoffnung setzt die Administration auf Produktivitätsgewinne durch Künstliche Intelligenz. Man argumentiert, dass KI das Wirtschaftswachstum so stark ankurbeln könnte, dass die Schuldenquote relativ zum BIP sinkt. Die CBO Defizitprognose bleibt hier jedoch skeptisch und rechnet mit konservativeren Wachstumsraten.
Sollte die „KI-Blase“ platzen oder die erwarteten Effizienzsteigerungen ausbleiben, würde das Defizit noch schneller ansteigen als in der aktuellen CBO Defizitprognose angenommen. Washington setzt damit alles auf eine Karte – eine riskantere Wette, als viele Ökonomen für gesund halten.
Investitionsstau durch staatliche Kreditaufnahme
Wenn der Staat als massiver Kreditnehmer am Kapitalmarkt auftritt, tritt oft der sogenannte Crowding-out-Effekt ein. Private Investitionen werden verdrängt, weil Kapital teurer wird. Die CBO Defizitprognose verdeutlicht, dass die immense staatliche Nachfrage nach Krediten die Zinsen für Firmen und Hauskäufer künstlich hochhält.
Dies bremst langfristig die Innovation und das Wachstum im privaten Sektor. Eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung erfordert jedoch ein Gleichgewicht zwischen staatlicher Förderung und privaten Investitionsanreizen. Die aktuelle CBO Defizitprognose zeigt, dass dieses Gleichgewicht derzeit gefährdet ist.
Washingtons fiskalischer Balanceakt am Rande der Billionen-Kluft
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die USA vor einer Zerreißprobe stehen. Die CBO Defizitprognose ist ein Weckruf für alle Beteiligten in Washington. Entweder gelingt es, die Ausgaben strukturell zu begrenzen und neue Einnahmequellen zu erschließen, oder das Land steuert auf eine langanhaltende Phase wirtschaftlicher Instabilität zu. Das Jahr 2026 wird als entscheidender Wendepunkt in die Geschichte der US-Finanzpolitik eingehen, an dem die Realität der Zahlen die politische Rhetorik endgültig einholte.
Politische Handlungsunfähigkeit im Wahljahr
Die CBO Defizitprognose trifft auf ein Washington, das politisch tiefer gespalten ist denn je. Da 2026 wichtige Zwischenwahlen anstehen, erscheint ein parteiübergreifender Konsens zur Haushaltskonsolidierung nahezu ausgeschlossen. Während die Opposition die Ausgabenpolitik der Regierung für die Rekordzahlen der CBO Defizitprognose verantwortlich macht, verteidigt das Weiße Haus seine Investitionsprogramme als essenziell für die nationale Sicherheit. Diese politische Pattsituation führt dazu, dass notwendige fiskalische Korrekturen verschleppt werden, was die Unsicherheit an den Märkten weiter befeuert.
Fiskalischer Ausblick und die Rolle der Realität
Langfristig stellt die CBO Defizitprognose die Frage nach der Tragfähigkeit des US-Wirtschaftsmodells. Wenn die Zinslasten weiterhin schneller wachsen als die gesamte Wirtschaftsleistung, gerät die Souveränität der US-Finanzpolitik ins Wanken. Experten mahnen, dass die Zeit der billigen Schulden endgültig vorbei ist und Washington lernen muss, innerhalb seiner Mittel zu haushalten. Die CBO Defizitprognose fungiert hierbei nicht nur als statistisches Dokument, sondern als ultimativer Realitätscheck für eine Weltmacht, die ihre finanzielle Basis zu überdehnen droht.





























