WASHINGTON, 24. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Die US-Regierung prüft derzeit intensiv, unter welchen Bedingungen die Türkei wieder F-35 Kampfjets erhalten könnte. Dies bestätigte US-Vizepräsident JD Vance am Mittwoch gegenüber Journalisten in der US-Hauptstadt.
Hintergrund der laufenden Evaluierung ist die komplizierte Rechtslage, die durch den Erwerb russischer S-400 Raketenabwehrsysteme durch Ankara im Jahr 2019 entstanden war.
Die US-Gesetzgebung untersagt derzeit den Export der hochmodernen Tarnkappenjets an die Türkei, solange das russische Waffensystem in deren Bestand verbleibt. Präsident Donald Trump hat die zuständigen Behörden nun explizit mit einer umfassenden Bewertung beauftragt. Verteidigungsminister Pete Hegseth und sein Team leiten die Analyse, um sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden können.
Vizepräsident Vance erklärte zur laufenden Untersuchung:
„Pete und das gesamte Team überprüfen dies derzeit, weil es bestimmte Dinge gibt, die wir zertifizieren müssen, damit sie geschehen sind, um amerikanischem Recht zu entsprechen.“
Die Türkei war 2019 aus dem multinationalen F-35 Programm ausgeschlossen worden, um die sensiblen Tarnkappentechnologien vor einer möglichen Ausspähung durch das russische S-400 System zu schützen. Während die diplomatischen Gespräche über eine mögliche Lösung andauern, treibt die Regierung in Ankara die Entwicklung ihres eigenen nationalen Kampfflugzeugprogramms unter dem Namen KAAN weiter voran.
Zudem laufen derzeit Verhandlungen über ein separates Geschäft im Wert von 700 Millionen Dollar für US-Triebwerke, die für das heimische Projekt benötigt werden. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte den früheren Ausschluss des Landes aus dem F-35 Projekt wiederholt als ungerechtfertigt kritisiert.
Die aktuelle Initiative der Trump-Administration deutet nun auf einen möglichen diplomatischen Durchbruch hin, der sowohl für die sicherheitspolitische Ausrichtung der Türkei als auch für das westliche Verteidigungsbündnis NATO von erheblicher Bedeutung sein könnte.
Die Prüfung konzentriert sich nun darauf, ob Ankara bereit ist, die S-400 Systeme abzugeben oder anderweitig aus seinem Inventar zu entfernen, um den Weg für die Rückkehr in das prestigeträchtige Programm freizumachen.




























