BERLIN, 3. Juli (Berlin Morgen Zeitschrift) – Die Bundesregierung hat den chinesischen Botschafter zu dringenden Gesprächen einbestellt. Hintergrund sind Berichte, wonach China russische Soldaten ausbildet. Das Außenministerium bestätigte diese Informationen am Freitag, nachdem das Magazin Spiegel zuerst darüber berichtete.
Die Maßnahme folgt auf Enthüllungen von Reuters. Diesen zufolge bildete China bereits im vergangenen Jahr verdeckt russische Kräfte aus. Die Anordnung soll direkt vom Verteidigungsminister des russischen Präsidenten Wladimir Putin erfolgt sein.
Die chinesische Botschaft war am Freitag für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Zuvor hatte Peking ähnliche Vorwürfe stets als unbegründet zurückgewiesen. Die deutsche Regierung bewertet die Lage jedoch als äußerst kritisch für die europäische Stabilität.
Eine Quelle aus dem Auswärtigen Amt betonte die Ernsthaftigkeit der aktuellen Entwicklung. Die Unterstützung Russlands durch Peking wird als direkte Gefahr für die deutsche Sicherheit eingestuft.
„Alles, was Russland in die Lage versetzt, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine fortzusetzen, gefährdet auch unsere Sicherheit“, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.
Die Regierung in Berlin wertet die wachsende Unterstützung Chinas für den russischen Krieg in der Ukraine als eine direkte Bedrohung der nationalen Sicherheitsinteressen.


























