BERLIN, 12. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Die Zahl der Ertrinkungstode in Deutschland ist im vergangenen Monat sprunghaft angestiegen. Laut offiziellen Daten der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kamen 99 Menschen durch Ertrinken ums Leben, was den höchsten Stand seit der historischen Hitzewelle im Juni 2003 markiert.
Damals verzeichnete der Verband 107 Todesfälle. Die aktuelle Hitzewelle, die in weiten Teilen Westeuropas für extreme Temperaturen sorgte, führte in Deutschland vielerorts zu neuen Temperaturrekorden von bis zu 41,7 Grad Celsius. Neben den tragischen Vorfällen im Wasser verursachte die Hitze zudem Waldbrände, erhebliche Störungen im Bahnverkehr und eine allgemein erhöhte Sterblichkeitsrate.
Die Auswertung der DLRG zeigt, dass vor allem junge Männer betroffen sind. Unter den Opfern, deren Alter bekannt ist, waren 40 Personen jünger als 30 Jahre. Insgesamt lag der Anteil männlicher Verunglückter bei über 90 Prozent. Die meisten Unfälle ereigneten sich dabei in Seen und Flüssen.
Zur Ursache für dieses Ungleichgewicht äußerte sich die Präsidentin der DLRG, Ute Vogt, deutlich:
„Männer sind eher bereit, übermäßige Risiken einzugehen und die Gefahren zu unterschätzen. Zudem gehen sie häufiger unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen ins Wasser.“
Die Behörden mahnen angesichts der anhaltenden Wetterlage zur Vorsicht bei der Abkühlung in natürlichen Gewässern. Aufgrund der fehlenden Aufsicht an vielen Seen und Flüssen steige das Risiko für Schwimmer derzeit signifikant an.



























