KIEW, 14. Juli (Berlin Morgen Zeitschrift) – Russische Streitkräfte haben am frühen Dienstag eine großangelegte Welle von Drohnen und ballistischen Raketen auf die ukrainische Hauptstadt abgefeuert. Es handelt sich dabei bereits um den fünften Angriff dieser Art auf die Metropole im laufenden Monat, womit Moskau seine Luftschläge gegen die Ukraine weiter eskaliert.
Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, dass die Angriffe insgesamt 16 Standorte in der Hauptstadt beschädigt haben. Zu den betroffenen Gebäuden zählen unter anderem eine Schule sowie ein Geschäftsgebäude. Stadtbeamte berichteten zudem von mehreren Brandausbrüchen, die durch die Einschläge im gesamten Stadtgebiet ausgelöst wurden.
Neben der Hauptstadt wurden auch kritische Infrastruktureinrichtungen in Zentral- und Südukraine ins Visier genommen. In der östlichen Region Charkiw wurden sieben Personen verletzt, während in der nördlichen Region Tschernihiw drei weitere Verletzungen gemeldet wurden. Die ukrainische Luftwaffe gab an, dass die Luftabwehr einheiten von den insgesamt acht abgefeuerten ballistischen Raketen fünf abfangen konnten. Zudem wurden 108 von 135 eingesetzten Drohnen zerstört.
Die Intensität der nächtlichen Angriffe auf ukrainische Städte und die Energieinfrastruktur hat in den Sommermonaten deutlich zugenommen. Die ukrainische Seite sieht sich dabei mit schwindenden Beständen an Luftabwehrmunition konfrontiert, um die ballistischen Angriffe effektiv abzuwehren. Vor diesem Hintergrund richtete der Präsident einen dringenden Appell an die europäische Gemeinschaft.
„Letzte Nacht haben die Russen 135 Drohnen und 10 Raketen verschiedener Typen – die meisten davon ballistische Raketen – auf unsere Städte und Gemeinden abgefeuert.“, erklärte Wolodymyr Selenskyj in einem Beitrag auf der Plattform X.
Er forderte die europäischen Verbündeten dazu auf, das geplante Sanktionspaket gegen Moskau noch in dieser Woche zu verabschieden.
Währenddessen hat die Ukraine ihre eigenen Drohnenangriffe auf russisches Territorium verstärkt. Ziel dieser Operationen sind primär Produktionsstätten für Waffen sowie Ölanlagen, um die wirtschaftliche Fähigkeit Russlands zur Fortführung des Krieges zu schwächen. Russische Behörden meldeten in diesem Zusammenhang einen Brand in der Ölraffinerie Afipsky in der Region Krasnodar sowie Trümmerteile von Drohnen in einem Industriegebiet bei Salawat. Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte daraufhin eine massive Antwort auf diese Angriffe an. Er betonte, dass Moskau mit Vergeltungsschlägen reagieren werde, die in ihrem Umfang um ein Vielfaches stärker ausfallen sollen.



























