NÖRVENICH, 16. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Deutschland und Frankreich haben ihre erste gemeinsame Luftwaffenübung im Rahmen einer nuklearen Abschreckungspartnerschaft gestartet, wie die Zeitung „Die Zeit“ berichtet.
Die erste Phase dieser Manöver findet aktuell auf dem Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen statt. Dabei trainierten zwei französische Rafale-Kampfflugzeuge, die atomwaffenfähig sind, gemeinsam mit zwei deutschen Eurofightern die Luftbetankung.
Dieses Training markiert den offiziellen Beginn der Umsetzung der nuklearen Partnerschaft, auf die sich Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron bereits Anfang des Jahres verständigt hatten. Ziel ist eine engere militärische Zusammenarbeit bei der Abschreckung.
In der darauffolgenden Stufe der Übung werden deutsches und französisches Militärpersonal gemeinsam Wartungsarbeiten an den Flugzeugen beider Nationen durchführen. Die Kooperation unterstreicht die gewachsene sicherheitspolitische Bindung zwischen den beiden Staaten.
Die Übungen finden unmittelbar vor einem geplanten Treffen zwischen Merz und Macron auf Schloss Bensberg in der Nähe von Nörvenich statt. Am 17. Juli leiten beide Staatschefs eine Sitzung des Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrates auf dem Luftwaffenstützpunkt. Dabei wird die nukleare Abschreckung im Zentrum der bilateralen Gespräche stehen.
„Die gemeinsame Durchführung unterstreicht die feste Entschlossenheit beider Nationen, ihre Kapazitäten zur kollektiven Verteidigung im Rahmen der bestehenden Sicherheitsabkommen substanziell auszubauen und zu synchronisieren“, heißt es in dem Bericht über die strategische Bedeutung des Treffens.
Die Intensivierung der Zusammenarbeit soll langfristig die Abstimmung innerhalb der europäischen Verteidigungsarchitektur stärken. Der Besuch der Staatschefs auf dem Flugplatz verdeutlicht dabei das politische Gewicht, welches beide Regierungen diesem neuen sicherheitspolitischen Instrument beimessen.



























