EDINBURGH, 21. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – In Edinburgh kämpfen Rettungskräfte derzeit gegen einen von mehreren verheerenden Bränden, die international Besorgnis auslösen. Der schottische Rettungsdienst „Scottish Fire and Rescue Service“ und das „Scottish Wildfire Forum“ sprachen eine sehr hohe Waldbrandgefahr aus, die bis zum 24. Juli verlängert wurde. Wissenschaftler bringen den weltweiten Anstieg dieser Naturkatastrophen direkt mit dem Klimawandel in Verbindung, während Feuerwehren in Europa und Nordamerika im Dauereinsatz sind.
Neben einem Brand auf dem bekannten Arthur’s Seat in Edinburgh ist vor allem das Feuer im Gebiet Glenmore im Cairngorms National Park von Bedeutung, welches bereits seit dem vergangenen Mittwoch schwelt. Die Behörden reagieren mit strengen Warnungen auf die anhaltende Trockenheit, die den Einsatz der Rettungskräfte erheblich erschwert. Auch in anderen europäischen Regionen wie Frankreich kommt es aufgrund extremer Hitze immer wieder zu kritischen Lagen und Verkehrsbehinderungen im Bahnverkehr.
Lage in Spanien
In Spanien wütete am Montag ein gewaltiger Waldbrand in der zentralen Provinz Guadalajara und weitete sich auf über 26.000 Hektar aus. Behörden mussten drei zusätzliche Gemeinden evakuieren, nachdem das Feuer in seiner fünften Brandtagphase zum bisher größten des Jahres geworden war. Über 1.000 Anwohner wurden in Sicherheit gebracht.
Die spanische Wetteragentur AEMET warnte vor einer heftigen Hitzewelle, die im Laufe der Woche Temperaturen von über 40 Grad Celsius im Südosten des Landes verursachen kann. Trockene Gewitter in den bergigen Regionen erhöhen die Gefahr weiterer Brandherde. Die Situation verschärft sich damit wenige Wochen nach einem schweren Brand in der Provinz Almeria, der zahlreiche Menschenleben forderte.
Brände in Kanada
In Kanada kämpft die Provinz Ontario laut Premierminister Doug Ford gegen 190 aktive Brandherde an. Rund 1.800 Bewohner entlegener Gemeinden im Nordwesten der Region mussten ihre Häuser verlassen, um den Flammen zu entkommen.
Dichte Rauchschwaden aus den nördlichen Wäldern zogen in den vergangenen Tagen über nordamerikanische Großstädte hinweg und führten zu massiven Luftverschmutzungen. Die Situation führte zu diplomatischen Spannungen, da US-Politiker die kanadische Brandbekämpfung kritisierten.
Doug Ford äußerte sich in Toronto zu den Vorwürfen deutlich und betonte: „Es ist inakzeptabel, dass die US-Regierung die Brandbekämpfung kritisiert und Zölle androht, anstatt Hilfe zu schicken.“ Die anhaltende Trockenheit in den waldreichen Regionen Nordamerikas bereitet den Experten der Region weiterhin große Sorgen für die kommenden Sommermonate.



























