GENF, 21. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Die Zahl der zivilen Opfer in der Ukraine ist in den ersten sechs Monaten des Jahres um mehr als ein Drittel gestiegen. Nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros vom Dienstag ist diese Entwicklung vor allem auf eine Zunahme von Drohnenangriffen zurückzuführen. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 1.396 Todesfälle und 7.978 Verletzte dokumentiert.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg von 37 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2024 hat sich die Zahl der zivilen Opfer beinahe verdoppelt. Besonders stark schlagen dabei Angriffe mit unbemannten Fluggeräten zu Buche.
Alleine durch Kurzstrecken-Drohnenangriffe wurden von Januar bis Juni 418 Menschen getötet und 2.437 weitere verletzt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 218 Getötete und 1.511 Verletzte durch solche Angriffe gewesen. Die umfassenden Feindseligkeiten dauern im fünften Jahr an, während auch Kiew Angriffe mit Drohnen auf Moskau durchführt.
Danielle Bell, Leiterin der UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine, erläuterte die Situation bei einer Pressekonferenz in Kiew nach massiven Angriffen in dieser Woche.
„Diese Eskalation ist durch zwei Hauptgründe getrieben. Der erste ist langreichweitige ballistische Raketen und Drohnen, und der zweite durch Kurzstrecken-Drohnen und Gleitbomben in den Frontgebieten.“
Die anhaltenden Angriffe zerstören nach UN-Angaben schrittweise die Systeme, die das zivile Leben aufrechterhalten. Sowohl Russland als auch die Ukraine weisen den Vorwurf zurück, gezielt Zivilisten anzugreifen.


























