Trump wendet regionalen Großkonflikt ab
Der US-Präsident nutzte die Plattform Truth Social, um das Ergebnis öffentlich zu machen. Laut Trump lenkte die israelische Führung nach dem direkten Gespräch ein. Gleichzeitig signalisierte die Gegenseite Verhandlungsbereitschaft, da hochrangige Vertreter der Hisbollah einem Ende der Kampfhandlungen zustimmten. Durch diesen Schritt von Trump soll ein drohender Flächenbrand verhindert werden, der den Nahen Osten erfasst hätte.
„Ich hatte ein sehr produktives Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Bibi Netanjahu, und es werden keine Truppen nach Beirut entsandt; alle Truppen, die bereits unterwegs waren, wurden bereits zurückbeordert“, schrieb Trump auf Truth Social.
Weder die israelische Regierung noch die Hisbollah haben sich bisher offiziell zu den Bedingungen geäußert. Klar ist jedoch, dass die Ankündigung, wonach keine Einheiten das Stadtgebiet der Hauptstadt besetzen, den militärischen Druck senkt. Zuvor hatten Truppen den tiefsten Vorstoß in den Libanon seit 20 Jahren unternommen.
Geheimes Abkommen mit dem Iran gerettet
Der militärische Vorstoß gefährdete ein geheimes Interimsabkommen zwischen den USA und dem Iran. Dieses Abkommen sah vor, dass die USA die Blockade iranischer Häfen aufheben und Teheran die Straße von Hormus öffnet. Als der Angriff drohte, stoppte der Iran alle indirekten Friedensgespräche mit Washington, was Trump unter Zugzwang setzte.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, dass ein Angriff auf Beirut das gesamte Abkommen hinfällig machen würde. Zudem drohte der Iran mit Raketenschlägen auf das israelische Kernland. Dieser massive wirtschaftliche und militärische Hebel zwang Trump zum Handeln, um die eigenen außenpolitischen Ziele zu schützen.
Diplomatische Kanäle über den Libanon genutzt
Da die US-Regierung nicht direkt mit der Hisbollah verhandeln darf, wurde die Vereinbarung über einen sensiblen diplomatischen Backchannel getroffen. Als Vermittler fungierte Nabih Berri, der Sprecher des libanesischen Parlaments. Er leitete die Nachrichten zwischen der Milizführung und US-Außenminister Marco Rubio weiter. Das Einschreiten von Trump rettete somit die laufenden Gespräche.
Auch Sicherheitskreise in Jerusalem warnten Netanjahu vor einer nicht gewinnbaren Eskalation an mehreren Fronten gleichzeitig. Daher zeigte sich die israelische Führung schließlich bereit, die von Trump geforderte Deeskalation zu akzeptieren.




























