KÖLN, 11. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Bei Sondierungsarbeiten im Johannes-Gisberts-Park in Köln wurde ein gefährlicher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Es handelt sich um eine 500 kg schwere Fliegerbombe, die bei gezielten Untersuchungen auf dem Gelände entdeckt wurde.
Nach dem Fund richteten die Behörden einen Sicherheitsradius von 500 Metern ein. Rund 4.300 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen, um die Entschärfung gefahrlos zu ermöglichen. Auch ein nahegelegenes Kinderkrankenhaus wurde vorsorglich geräumt, wobei 43 Patienten in andere medizinische Einrichtungen verlegt wurden.
Der Fund beeinträchtigte den öffentlichen Raum massiv. Neben dem Kindergarten und dem Botanischen Garten blieb der Lentpark geschlossen. Zahlreiche Straßen rund um den Fundort waren gesperrt, was den Verkehrsfluss zur nahegelegenen Brücke erheblich einschränkte. Auch der öffentliche Nahverkehr war betroffen, da eine Straßenbahnlinie sowie drei Buslinien vorübergehend den Betrieb einstellten.
Die Experten arbeiteten zügig, nachdem sie im Vorfeld bereits 150 Verdachtspunkte geprüft und auf 14 Stellen eingegrenzt hatten. Ein Sprecher des Kampfmittelräumdienstes betonte während des Einsatzes die Notwendigkeit der Maßnahmen:
„Die Sicherheit der Bevölkerung hat bei einer so großen Bombe absolut oberste Priorität, weshalb wir den Bereich weiträumig absperren müssen.“



























