BERLIN, 12. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Oliver Blume, hat sich gegen die Schließung von Produktionsstandorten ausgesprochen. Trotz des wachsenden Drucks, die Kosten innerhalb des Unternehmens spürbar zu senken, sucht der Automobilhersteller aus Wolfsburg nach alternativen Wegen zur wirtschaftlichen Stabilisierung.
Die Führungsebene sieht sich mit steigendem Wettbewerbsdruck konfrontiert, insbesondere auf dem chinesischen Markt. Um die Unternehmensleistung nachhaltig zu verbessern, treibt VW eine grundlegende Neuausrichtung voran, die unter anderem eine deutliche Straffung des Modellangebots vorsieht. Bisher wurde das Portfolio bereits um bis zu die Hälfte reduziert, weitere Details zu den geplanten Sparmaßnahmen blieben jedoch zunächst offen.
Über die Zukunft der verschiedenen deutschen Standorte wurde zuletzt verstärkt spekuliert, da der Konzern seine Ausgaben in allen Bereichen senken muss. Blume betonte jedoch gegenüber der Zeitung Bild am Sonntag, dass andere Wege bevorzugt werden:
„Es gibt intelligentere Lösungen als Werksschließungen“, sagte Oliver Blume.
Erste Erfolge zeigen sich laut dem Konzernchef bereits durch das laufende Programm zur Kostensenkung in Deutschland. Allein im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen die Fabrikkosten im Inland im Durchschnitt um 20 Prozent verbessern. Blume wertete dies als einen deutlichen Fortschritt.
Der Automobilhersteller sieht eine hohe Nachfrage nach seinen Produkten, die bei den Kunden weiterhin sehr beliebt sind. Das Kernproblem liegt laut Unternehmensführung jedoch in der aktuellen Profitabilität der einzelnen Fahrzeuge. Um die finanzielle Lage zu korrigieren, müssen die Kostenstrukturen weiter optimiert werden. Volkswagen plant daher, die Effizienz in allen Unternehmensbereichen konsequent zu steigern, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, ohne dabei auf einschneidende Maßnahmen wie Werksschließungen bei Volkswagen zurückgreifen zu müssen.
Die weitere Strategie soll helfen, die Profitabilität pro Fahrzeug zu erhöhen. Durch die Optimierung der internen Prozesse und eine straffere Modellpalette will der Konzern die Herausforderungen des globalen Marktes meistern und die Marke Volkswagen wieder profitabler aufstellen.


























