MOSKAU, 13. Juli (Berlin Morgen Zeitschrift) – Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben westliche Drohnen mit Künstlicher Intelligenz sichergestellt, die für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet vorgesehen waren. Die unbemannten Flugsysteme gelangten über die Region Brjansk an der Grenze zur Ukraine auf russisches Territorium.
Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden nutzten ukrainische Kräfte größere Starrflügler sowie Ballons, um die FPV-Drohnen in das Land zu bringen. Von der Grenzregion aus wurden die Drohnen von Agenten in speziellen Anhängern weiter transportiert. Diese Fahrzeuge waren mit doppelten Böden ausgestattet und wurden zur Tarnung mit Haushaltsgeräten beladen, um Kontrollen zu umgehen.
Die Drohnen sollten in die Region Tscheljabinsk im Ural sowie in das Gebiet Amur im Fernen Osten verbracht werden. Als primäre Ziele nannte der FSB die Luftwaffenstützpunkte Schagol und Ukrainka. Die eingesetzten Personen, die den Transport und die Vorbereitungen durchführten, wurden nach Angaben der Behörde bereits festgenommen.
Bei der Analyse der beschlagnahmten Technik stellten die Experten fest, dass die Drohnen in den USA, Großbritannien, Kanada sowie Schweden hergestellt wurden. Jedes Gerät war mit über einem Kilogramm Sprengstoff bestückt und verfügte über eine spezielle KI-Navigation. Diese Technologie sollte es den Drohnen ermöglichen, russische Störsignale effektiv zu umgehen und ihre Ziele trotz aktiver elektronischer Verteidigungsmaßnahmen präzise zu erreichen.
Die aktuelle Operation erinnert an einen Vorfall aus dem Jahr 2025. Damals wurden bei einem als „Spinnennetz“ bezeichneten Angriff etwa 20 Flugzeuge auf russischen Militärbasen beschädigt. Auch bei diesem früheren Einsatz war der Stützpunkt Ukrainka eines der Ziele. Damals wurden Lastwagen genutzt, die mit hölzernen Schuppen ausgestattet waren, um die Drohnen unbemerkt in Zielnähe zu bringen.
In den vergangenen Monaten hat die Ukraine ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Unternehmen mit Rüstungsbezug deutlich intensiviert. Diese Attacken trafen Ziele, die Tausende Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegen. Infolgedessen kam es in Russland bereits zu Kraftstoffknappheit, da mehrere wichtige Raffinerien ihren Betrieb einstellen oder reduzieren mussten.
Die russische Führung reagierte mit einer Verschärfung ihrer Rhetorik gegenüber westlichen Staaten. Moskau wirft dem Westen eine direkte Beteiligung an den weitreichenden Angriffen auf russisches Territorium vor. Kremlsprecher Dmitri Peskow unterstrich diese Haltung in der vergangenen Woche.
„Die spezielle militärische Operation in der Ukraine hat sich aufgrund der westlichen Unterstützung für die Ukraine in einen Krieg verwandelt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.



























