KIEW, 25. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Russische Behörden teilten am Samstag mit, dass bei einem nächtlichen Angriff auf ein Ferienlager in einem von Russland kontrollierten Teil der ukrainischen Region Saporischschja elf Menschen getötet worden seien. Zu den Opfern gehören nach offiziellen Angaben auch vier Kinder, während Moskau Kiew beschuldigte, Zivilisten bewusst ins Visier genommen zu haben. Die Ukraine reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme zu dem Vorfall in dem Urlaubsgebiet.
Sowohl Russland als auch die Ukraine bestreiten im Zuge des im Februar 2022 begonnenen Krieges stets, gezielt Zivilisten anzugreifen. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki erklärte, dass bei dem Angriff auf das Erholungsgebiet Kyrylivka an der Küste des Asowschen Meeres in der Nähe der Stadt Melitopol zudem 16 weitere Personen verletzt worden seien. Die örtlichen Rettungskräfte nahmen unverzüglich die Versorgung der Verletzten auf und brachten sie in umliegende Krankenhäuser.
Der Gouverneur äußerte sich zu den Vorfällen über den Kurznachrichtendienst Telegram und betonte die Schwere der Lage vor Ort. In seiner Mitteilung machte er deutlich, dass die Verantwortlichen den Ort des Geschehens genau gekannt hätten. Er sagte dazu:
„Der enemy sah und verstand, wen er ins Visier nahm.“
Parallel zu diesen Ereignissen meldete die Ukraine am selben Tag Angriffe auf weiter entfernte Infrastruktureinrichtungen auf russischem Gebiet. Nach Angaben des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU schlugen Drohnen auf einer Ölplattform im Kaspischen Meer sowie in einer Raffinerie in Sibirien ein. Beide Seiten verzeichneten in den vergangenen Tagen vermehrt Schiffsangriffe, um gegnerische Nachschubwege zu stören. Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, Ziele in der Ukraine getroffen zu haben.

























