Erneuter Streik der Lokführer führt erneut zu Zugausfällen und Verspätungen – Wellenstreik der Lokführer
Seit den frühen Morgem nstunden des Tages hat der Arbeitsausstand im Personenverkehr der Deutschen Bahn begonnen.
Nur 20 Prozent der Fernverkehrsfahrten finden statt, was für große Unsicherheit bei den Fahrgästen sorgt.
Fahrgäste, die aufgrund des Ausstands ihre Reise nicht antreten können, haben die Möglichkeit, sich den Ticketpreis erstatten zu lassen.
Die Zugbindung für den 7. und 8. März wurde aufgehoben, mit einer Normalisierung des Bahnverkehrs erst am Samstag in Aussicht.
Dies ist bereits der fünfte Streik in dieser Tarifauseinandersetzung zwischen GDL und Deutsche Bahn. Der Streik soll insgesamt 35 eStunden dauern und um 13 Uhr am Freitag enden – wobei im Güterverkehr bereits seit Mittwochabend gestreikt wird.
Die GDL plant „Wellenstreiks“, ohne sie wie bisher zwei Tage vorher anzukündigen; zudem sollen diese länger andauern als gewohnt.
Die Deutsche Bahn fordert rechtzeitige Information über mögliche weitere Streiks an.
Der Kernpunkt dieses Konflikts bleibt die Forderung nach einer Absenkung der Wochenarbeitszeit von Schichtarbeitern von aktuell 38 auf künftig nur noch 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich – eine Forderung, welche auch nach vierwöchigen Gesprächen hinter verschlossenen Türen weiterhin ungelöst bleibt.

Gründung und Mitgliederstruktur der GDL
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wurde am 9. September 1867 unter dem Namen „Verein Deutscher Lokomotivführer“ gegründet und ist somit eine der ältesten Gewerkschaften in Deutschland. Wellenstreik der Lokführer.
Die GDL vertritt die beruflichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen ihrer Mitglieder, die hauptsächlich aus Lokführern, aber auch aus Zugbegleitpersonal, Bordgastronomen, Disponenten und Werkstattmitarbeitern bestehen. Wellenstreik der Lokführer.
Mit einem hohen Organisationsgrad ist die GDL eine starke Berufs- und Spartengewerkschaft im Bereich des Eisenbahnverkehrs.
Tarifpolitik und Arbeitskämpfe
Die GDL ist bekannt für ihre standhaften Tarifverhandlungen und hat wiederholt zu Streikaktionen aufgerufen, um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für ihre Mitglieder zu erreichen.
Ihre hartnäckige Haltung in Tarifverhandlungen ist kennzeichnend für die Gewerkschaftspolitik der GDL und hat ihr die Anerkennung, aber auch Kritik eingebracht.
Insbesondere die Streiks riefen in der Öffentlichkeit und bei Reisenden oft gemischte Gefühle hervor, waren aber meist erfolgreich im Hinblick auf Verhandlungsergebnisse.
Zukunftsorientierung und Herausforderungen
In einer sich ständig verändernden Verkehrs- und Wirtschaftslandschaft steht die GDL vor vielen Herausforderungen, wie etwa der Digitalisierung und der Europäisierung des Schienenverkehrs.
In der Tradition einer starken Arbeitnehmervertretung ist es ihr Ziel, auch in Zukunft die Jobsicherheit und die Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder zu verbessern und sich gegen die zunehmende Konkurrenz privater Bahngesellschaften zu behaupten. Wellenstreik der Lokführer.
Mit Blick auf die ökologische Bedeutung des Schienenverkehrs wird ebenso eine moderne Verkehrspolitik erwartet, die den Klimaschutz berücksichtigt.
Wellenstreik der Lokführer – Wir bleiben am Ball für Sie. BerlinMorgen.