BERLIN, 6. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Ein US-amerikanischer Arzt, der sich in der Demokratischen Republik Kongo mit Ebola infiziert hatte, ist am Samstag aus der Berliner Charité entlassen worden. Nach einer erfolgreichen Behandlung konnte das Berliner Krankenhaus den Patienten als geheilt aus der Isolierstation verabschieden.
Der Mediziner hatte sich im Kongo mit dem seltenen Bundibugyo-Stamm des Virus infiziert, während er Patienten operierte. Nach seiner Einlieferung am 20. Mai in das Berliner Krankenhaus wurde er mit einer kombinierten antiviralen Therapie und unterstützenden medizinischen Maßnahmen versorgt. Da das Virus seit dem 30. Mai nicht mehr nachgewiesen werden konnte, galt die Behandlung als abgeschlossen.
Leif Erik Sander von der Charité äußerte sich zufrieden über den Verlauf der Genesung:
„Wir sind sehr erfreut über den erfolgreichen Verlauf der Behandlung und betrachten dies als einen signifikanten therapeutischen Erfolg.“
Der US-Arzt war für die spezialisierte Versorgung in die deutsche Hauptstadt verlegt worden, da das Berliner Krankenhaus über eine der modernsten Isolierstationen für hochinfektiöse Krankheiten verfügt. Neben ihm wurden auch seine fünf Familienmitglieder, die als Kontaktpersonen unter Quarantäne standen, aus dem Berliner Krankenhaus entlassen. Keines der Familienmitglieder zeigte während der Beobachtungszeit Symptome einer Infektion.
Die Behandlung des Arztes in einem Berliner Krankenhaus fand vor dem Hintergrund eines größeren Ausbruchs im Kongo und in Uganda statt. Weltweit wurden in dieser Welle bereits zahlreiche Todesfälle durch das Virus bestätigt. Der entlassene US-Arzt hat die erstklassige medizinische Versorgung gelobt und betont, dass seine Gedanken bei den Menschen in Zentralafrika bleiben, die unter schwierigeren Bedingungen gegen die Krankheit kämpfen. Die Entlassung aus dem Berliner Krankenhaus markiert das Ende einer 17-tägigen intensiven medizinischen Betreuung und Isolationsphase.



























