WASHINGTON, 11. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag eine weitreichende Einigung im Konflikt mit dem Iran verkündet. Wie der Präsident im Oval Office gegenüber Journalisten erklärte, stehe der Abschluss für eine umfassende Vereinbarung kurz bevor.
„Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt“, sagte Trump Reportern im Oval Office.
Diese soll nicht nur die aktuelle militärische Eskalation beenden, sondern auch die für den Welthandel essenzielle Straße von Hormus wieder vollständig für den internationalen Schiffsverkehr zugänglich machen.
Trump betonte, dass eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus ein zentrales Element der neuen diplomatischen Bemühungen sei. Nach seinen Worten könnte die Unterzeichnung der entsprechenden Dokumente bereits in wenigen Tagen, möglicherweise am kommenden Wochenende in Europa, erfolgen. Der Präsident verwies darauf, dass er bereits intensive Gespräche mit zahlreichen regionalen Akteuren geführt habe, darunter mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu sowie Vertretern aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain und Kuwait.
Die diplomatische Initiative folgte auf einen turbulenten Tag, an dem Trump zunächst mit weiteren Militärschlägen gedroht hatte. Diese Angriffe, die unter anderem auf den Ölhafen auf der Insel Charg abgezielt hätten, wurden jedoch kurzfristig gestoppt. Die Entscheidung begründete der US-Präsident mit einem Durchbruch in den Verhandlungen. Er bezeichnete das erreichte Abkommen als „großartig“ und hob hervor, dass es den grundlegenden Zweck erfülle, dem Iran den Zugang zu Atomwaffen dauerhaft zu verwehren.

Die geplante Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus umfasst laut Berichten aus der Administration mehrere Pfeiler. Ein wesentlicher Punkt ist die sofortige Entminung des strategisch bedeutenden Kanals, um den ungehinderten Handel zu garantieren. Zudem soll ein Zeitraum von 60 Tagen für intensive Verhandlungen über einen langfristigen Friedensvertrag vereinbart werden. Im Gegenzug für die Einhaltung der Auflagen stellte Washington eine gestaffelte Lockerung der Sanktionen sowie humanitäre Hilfsleistungen in Aussicht.
Trotz der optimistischen Darstellung durch den Präsidenten gibt es erhebliche Zweifel an der tatsächlichen Reichweite der Vereinbarung. Das iranische Außenministerium sowie die Revolutionsgarden reagierten zurückhaltend. Sie wiesen Berichte über ein bereits unterzeichnetes Abkommen als spekulativ zurück und erklärten, dass derzeit keine formale Einigung zertifiziert sei. Auch die Lage in der Region bleibt angespannt, da die militärische Führung des Iran die Sperrung der Schifffahrtswege bereits zuvor angekündigt hatte.
Die internationale Bedeutung der Handelsroute ist jedoch unbestritten. Über die Straße von Hormus werden weltweit mehr als 20 Prozent des Erdöls transportiert. Die extreme Verengung der Schifffahrtslinien an der schmalsten Stelle, die lediglich zwei Meilen breit ist, macht den Bereich zum global wichtigsten Nadelöhr für den Energietransport. Jeder Eingriff in die Freiheit dieser Passage führt unmittelbar zu deutlichen Ausschlägen bei den Ölpreisen und den Versicherungskosten für die Schifffahrt. Auch nach den jüngsten Ankündigungen von Trump reagierten die globalen Aktienmärkte mit einer deutlichen Erholung, da Investoren auf eine langfristige Deeskalation in der Golfregion setzen.




























