VERSAILLES, 17. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Der französische Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte haben den US-Präsidenten Donald Trump am Mittwoch im Schloss Versailles empfangen. Das Treffen in der einstigen Residenz des Sonnenkönigs Ludwig XIV. bei Paris dient dem Ziel, die transatlantischen Beziehungen zu stärken.
Das Ehepaar Macron begrüßte den amerikanischen Gast persönlich auf den Stufen des historischen Schlosses. Nach der Begrüßung posierten die drei für Fotografen, bevor sie das Innere des Gebäudes betraten. Trump zeigte sich von der Kulisse beeindruckt und kommentierte den Ort kurz mit den Worten:
„Das ist wunderschön.“
Der US-Präsident hatte die Einladung zum Abendessen zuvor während des G7-Gipfels in Évian-les-Bains angenommen. Er bezeichnete sich selbst als Bewunderer schöner Orte und betonte bereits im Vorfeld seine Vorfreude auf das Treffen in der berühmten Schlossanlage, die er als möglicherweise schönsten Palast überhaupt bezeichnete.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Trump und seinen europäischen Amtskollegen waren in den vergangenen Jahren aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in Handelsfragen sowie politischen Konflikten, etwa in Bezug auf den Iran oder die Ukraine, von Spannungen geprägt. Der G7-Gipfel verlief jedoch nach Einschätzung beider Seiten konstruktiv, insbesondere durch die Einigung auf eine gemeinsame Erklärung zur Ukraine.
Die Wahl des Ortes kommt dabei nicht von ungefähr. Das Schloss Versailles wurde unter Ludwig XIV. als Machtinstrument der französischen Monarchie errichtet. Auch heute nutzen französische Präsidenten die historische Kulisse, um ausländische Staatsgäste zu beeindrucken und eine diplomatische Atmosphäre zu schaffen.
Experten werten die Einladung als gezieltes diplomatisches Mittel.
„In jeder Beziehung zu einem Staatschef – sei es nun (der chinesische Präsident) Xi (Jinping), (der russische Präsident Wladimir) Putin oder Macron – möchte man sich mit diesem amerikanischen Präsidenten gut stellen“, erklärte Jeffrey Hawkins, ein ehemaliger US-Diplomat und Experte für die französisch-amerikanischen Beziehungen.
Ein Empfang in einem Ambiente, in dem sich der Gast willkommen, wichtig und respektiert fühlt, sei ein probates Mittel zur Stärkung der persönlichen Verbindung.
Während sich der Konvoi des US-Präsidenten dem Schloss näherte, versammelten sich zahlreiche Menschen entlang der Strecke, um den Wagen des Staatschefs zu beobachten. Das Treffen unterstreicht die anhaltenden Bemühungen beider Seiten, trotz zurückliegender Differenzen an einer besseren Zusammenarbeit zu arbeiten.




























