LEIPZIG, 2. Juli (Berlin Morgen Zeitschrift) – Der polnische Schienenfahrzeughersteller PESA hat die vollständige Übernahme des deutschen Straßenbahnherstellers HeiterBlick mit Sitz in Leipzig abgeschlossen. Dieser Schritt ermöglicht es dem Unternehmen, seine Präsenz auf dem deutschen Markt für städtische Schienenverkehre maßgeblich zu erweitern.
HeiterBlick geriet aufgrund gestiegener Kosten und Problemen in den Lieferketten in wirtschaftliche Schieflage, was das Unternehmen in ein Insolvenzverfahren führte. Durch die Akquisition von 100 Prozent der Anteile sichert PESA den Fortbestand des Standorts und rettet die Arbeitsplätze der rund 250 Beschäftigten.
Die Übernahme dient PESA dazu, bestehende Barrieren bei der Zulassung von Schienenfahrzeugen zu überwinden und direkten Zugang zu regionalen Verträgen in Städten wie Dortmund und Würzburg zu erhalten. Das polnische Unternehmen plant, technische Prozesse künftig in Bydgoszcz zu bündeln, während in LEIPZIG die Endmontage und der Vertrieb verbleiben.
„Diese strategische Akquisition erlaubt dem polnischen, staatlich unterstützten Unternehmen, den angeschlagenen deutschen Hersteller vor der Insolvenz zu bewahren und gleichzeitig schnell Fuß im größten Straßenbahnmarkt Westeuropas zu fassen“, heißt es in einer Mitteilung zur Transaktion.
Die Finanzierung des Geschäfts erfolgte im Rahmen eines Refinanzierungspakets unter der nationalen Wirtschaftsstrategie Team Poland. PESA möchte damit von der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen im öffentlichen Nahverkehr profitieren und seine Wettbewerbsfähigkeit im Segment für moderne Straßenbahnen weiter ausbauen.


























