PARIS, 3. Juli (Berlin Morgen Zeitschrift) – In Frankreich, Belgien und den Niederlanden sind während der massiven Hitzewelle im Juni insgesamt 3700 zusätzliche Todesfälle registriert worden. Die Behörden in den betroffenen Ländern betonen, dass es sich hierbei um vorläufige Daten handelt, die in den kommenden Tagen noch weiter ansteigen könnten.
Die außergewöhnlich hohen Temperaturen, die den Kontinent zwischen dem 20. und 28. Juni fest im Griff hatten, gelten nach Expertenmeinungen als eine der schwersten Hitzewellen, die jemals in Europa dokumentiert wurden. Neben gesundheitlichen Folgen führte das Wetter zu massiven Problemen in der Stromerzeugung und beschädigte die Infrastruktur. Wissenschaftler führen die Extremwetterlage mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit auf den Klimawandel zurück.
Frankreich verzeichnete mit 2025 registrierten Fällen den Großteil der zusätzlichen Todesfälle, wobei insbesondere Menschen über 45 Jahren betroffen waren. Die Gesundheitsbehörden meldeten einen Anstieg der Sterbefälle im häuslichen Umfeld um 91 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.
„Die Sterblichkeitsrate wird höher ausfallen, als diese ersten Zahlen vermuten lassen“, warnte die französische Gesundheitsbehörde in einem aktuellen Bulletin.
In Belgien teilte das Gesundheitsministerium mit, dass zwischen dem 18. und 29. Juni etwa 1200 zusätzliche Todesfälle auftraten. Davon waren 530 Personen älter als 85 Jahre, während 180 Todesfälle bei Menschen unter 65 Jahren dokumentiert wurden. Die Behörden bezeichneten dieses Ausmaß der Übersterblichkeit als beispiellos für das Land. In den Niederlanden wurden etwa 480 zusätzliche Todesfälle gemeldet, wobei auch hier die Gruppe der über 80-Jährigen am stärksten betroffen war.

























