ISTANBUL, 4. Juli (Berlin Morgen Zeitschrift) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Samstag in Istanbul eindringlich vor einer Blockade des Abkommens zwischen den USA und dem Iran gewarnt. Er erklärte, dass Israel die diplomatischen Bemühungen, die maßgeblich durch Pakistan vermittelt wurden, nicht gefährden dürfe.
Erdoğan betonte bei einem Treffen mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif, dass regionale Friedensbemühungen ohne die aktive Mitwirkung der Anrainerstaaten kaum dauerhaften Bestand haben könnten. Er warf der israelischen Führung vor, gezielt zu versuchen, das US-Iran Abkommen zu sabotieren.
„Die derzeitige kriegssüchtige israelische Regierung darf nicht zugelassen werden, unsere Geografie wieder im Geruch von Schießpulver und Blut zu ertränken“, sagte Erdoğan in seiner Ansprache.
Neben den diplomatischen Spannungen im Nahen Osten stand die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und Pakistan im Fokus. Beide Länder streben ein Handelsziel von fünf Milliarden US-Dollar an. Die Kooperation soll Bereiche wie Energie, Informationstechnologie und Verteidigung umfassen.
Der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar betonte, dass türkische Unternehmen bereit seien, ihr Fachwissen beim Umbau des pakistanischen Stromsektors einzubringen. Die Gespräche fanden im Rahmen eines Wirtschaftsforums statt, an dem offizielle Vertreter beider Nationen teilnahmen. Die Türkei, selbst NATO-Mitglied und Nachbar des Iran, kritisiert seit Längerem die militärischen Operationen Israels in der Region.



























