PRAG, 9. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Ein leichtes Erdbeben hat am Donnerstag die Tschechische Republik erschüttert. Nach Berichten des Geoforschungszentrums sowie der Nachrichtenagentur CTK lag die Magnitude des Bebens bei lediglich 1,8 und war damit deutlich schwächer als zunächst befürchtet.
Erste Messungen des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) deuteten noch auf eine Stärke von 5,5 in der Region um Pilsen hin. Die Stadt liegt etwa 93 Kilometer südwestlich von Prag. Diese anfängliche Einstufung sorgte kurzzeitig für Besorgnis, da ein Beben dieser Stärke durchaus Schäden an Gebäuden verursachen kann.
Weitere seismische Stationen vor Ort bestätigten das Ereignis, stuften es jedoch als schwach ein. Ales Spicak, Leiter des Instituts für Geophysik, teilte mit, dass die genaue Lokalisierung und die finale Bestimmung der Stärke noch detailliert geprüft werden müssten.
Historisch gesehen sind schwere Beben in dieser Region äußerst selten. Das stärkste jemals in der Tschechischen Republik registrierte Erdbeben ereignete sich im Jahr 1985 und erreichte eine Stärke von 4,6 auf der Richterskala.
Ein Beben der Stärke 1,8, wie es nun gemessen wurde, liegt weit unter der Schwelle, die größere Schäden an der Infrastruktur nach sich zieht. Während ein Beben mit der ursprünglichen Schätzung von 5,5 eine ernsthafte Gefahr für schlecht konstruierte Gebäude dargestellt hätte, bleibt die aktuelle seismische Aktivität nach Expertenmeinung in einem unbedenklichen Bereich.
„Die Stärke und die genaue Lokalisierung des Bebens werden derzeit durch unsere Stationen weiter analysiert“, erklärte der Geophysiker Ales Spicak gegenüber der Nachrichtenagentur CTK.


























