Notlage in Tubize
In der Stadt Tubize, gelegen im Südwesten von Belgien, kam es am Montag zu einem dramatischen Großeinsatz. Ein verheerendes Feuer in einem 1.000 Quadratmeter großen Textillager zwang die lokalen Behörden zur sofortigen Evakuierung zahlreicher Bewohner. Der Brand, der bereits am Vormittag ausbrach, breitete sich schnell aus und bedrohte aufgrund gelagerter Industriegase umliegende Wohngebäude in diesem Teil von Belgien.
Gefahr durch Gasflaschen
Die Einsatzkräfte identifizierten eine unmittelbare Explosionsgefahr, da das Gebäude eine unbekannte Anzahl an Azetylen-Gasflaschen beherbergte. Die enorme Hitzeentwicklung gefährdete diese instabilen Behälter, was ein sofortiges Handeln unumgänglich machte. Um die Sicherheit der Bürger in Belgien zu gewährleisten, sperrte die Polizei die betroffene Straße komplett ab.
„Wir evakuieren gerade alle Personen auf der Straße, da aufgrund der Gasflaschen im Gebäude eine erhebliche Explosionsgefahr für die nahegelegenen Häuser besteht“, sagte Bürgermeister Samuel d’Orazio dem lokalen Radiosender RTBF.
Asbestgefahr in der Luft
Zusätzlich zu den Flammen belastet eine massive, giftige Rauchwolke die Luftqualität in Belgien. Die Verbrennung von synthetischen Textilien und chemischen Farbstoffen setzte hochtoxische Stoffe frei. Die lokalen Behörden gaben bekannt, dass in den Rauchschwaden Asbestpartikel nachgewiesen wurden. Dies führte zur Ausweitung des kommunalen Notfallplans auf mehrere Nachbargemeinden innerhalb von Belgien. Anwohner in Hal, Lembeek, Braine-le-Comte, Ittre und Rebecq wurden angewiesen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Diese Maßnahme dient dem Schutz der Bevölkerung vor den gesundheitsgefährdenden Stoffen, die durch den Wind über weite Teile von Belgien getragen werden.
Einsatz der Rettungskräfte
Die Brandbekämpfung gestaltet sich als äußerst komplex. Mehrere Löschzüge sind vor Ort, um eine weitere Ausbreitung des Feuers auf angrenzende Wohnstrukturen zu verhindern. Die extreme Rauchentwicklung und das Risiko einer thermischen Explosion machen den Einsatz zu einem der gefährlichsten Vorfälle in Belgien in diesem Jahr. Drei Feuerwehrleute mussten bereits mit gesundheitlichen Beschwerden in Krankenhäuser eingeliefert werden. Bisher liegen glücklicherweise keine Meldungen über zivile Todesopfer vor. Die Rettungsdienste betonen jedoch, dass die Lage weiterhin instabil sei und dass Spezialkräfte die Schadstoffbelastung kontinuierlich überwachen müssten.




























