WASHINGTON, 11. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag erklärt, dass ein angedrohter militärischer Einsatz gegen die Insel Kharg vorerst vom Tisch ist. Diese Entscheidung markiert eine überraschende Kehrtwende, nachdem zuvor eine militärische Operation zur Besetzung oder Bombardierung der iranischen Insel Kharg geplant war. Der Präsident bereitet sich nun auf eine mögliche Einigung mit dem Iran vor, um die wichtige Straße von Hormus wieder zu öffnen.
Eskalation und Drohung
Noch am Morgen des 11. Juni 2026 hatte Donald Trump auf Truth Social eine scharfe Warnung ausgesprochen. Er drohte, dass das US-Militär den Iran sehr hart treffen würde. Zudem kündigte er an, die Insel Kharg einnehmen zu wollen, um die Kontrolle über die dortigen Öl- und Gasmärkte zu erlangen. Die Insel Kharg ist der wichtigste Exportterminal für iranisches Öl und wickelt bis zu 96 Prozent der Rohölexporte des Landes ab.
Auf diese Ankündigung folgte massiver Widerstand aus Teheran. Iranische Beamte warnten, dass eine Besetzung der Insel Kharg die USA in einen endlosen Sumpf führen würde. Auch Verteidigungsanalysten wiesen auf die enormen Risiken hin, da eine Bodenoperation schwere Verluste für die US-Streitkräfte zur Folge haben könnte. Trump räumte später selbst gegenüber Fox News ein, dass er sich nicht sicher sei, ob Amerika den Magen für ein solches Unterfangen habe.
Diplomatische Wende
Nur wenige Stunden nach den ersten Drohungen gab Trump bekannt, dass er die geplanten Schläge abgesagt habe. Er verlagerte den Fokus auf eine diplomatische Einigung und äußerte sich optimistisch zum weiteren Verlauf der Gespräche:
„Die letzten Konzepte einer potenziellen Absichtserklärung wurden von den beteiligten Parteien im Detail genehmigt.“
Die Regierung rechnet damit, dass Vizepräsident JD Vance in Kürze nach Europa reisen wird, wo bereits an diesem Wochenende eine formelle Unterzeichnung stattfinden könnte. Nach Abschluss des Abkommens soll die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden. Obwohl die aktiven Bombardierungen gestoppt wurden, betonte Trump, dass die Seeblockade der iranischen Häfen bis zur endgültigen Finalisierung des Geschäfts in vollem Umfang bestehen bleibt. Die globalen Ölmärkte reagierten umgehend auf die Entspannung der Lage, wobei die Rohölpreise nach der Absage der Angriffe auf die Insel Kharg sanken.




























