MOSKAU, 11. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Das russische Verteidigungsministerium teilte am Donnerstag mit, dass seine Streitkräfte zwei neue Siedlungen unter ihre Kontrolle gebracht haben. Es handelt sich um das Dorf Roskischne in der ostukrainischen Region Donezk, nahe der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka, sowie um die Ortschaft Ochrimiwka in der angrenzenden Region Charkiw.
Fortschritte bei Roskischne
Die russischen Behörden erklärten, das Militär habe bei der Einnahme von Roskischne durch einen gezielten Aufklärungseinsatz sowie den Einsatz von Artillerie und Drohnen die Oberhand gewonnen. Die Siedlung liegt etwa 30 Kilometer westlich von Kostjantyniwka, die seit langer Zeit ein zentrales Ziel der russischen Offensive im Osten der Ukraine ist. Aktuellen Berichten zufolge haben russische Einheiten die Kontrolle über östliche Stadtteile von Kostjantyniwka etabliert, während dort weiterhin schwere Straßenkämpfe andauern.
Kämpfe um Ochrimiwka
Parallel dazu meldete das Verteidigungsministerium in Moskau die Eroberung von Ochrimiwka in der Nähe der russischen Grenze. Auch hier kamen laut Angaben des Ministeriums verstärkt Drohnen und Artillerie zum Einsatz. Russland verfolgt in diesem Grenzgebiet seit geraumer Zeit das Ziel, eine sogenannte Pufferzone zu errichten, um eigene Gebiete vor Angriffen zu schützen. Während Moskau die Einnahme der Orte als Erfolg wertet, blieb eine Bestätigung von ukrainischer Seite aus.
Lage an der Front
Die ukrainische Militärführung bestätigte lediglich, dass russische Kräfte Angriffe rund um Ochrimiwka sowie in vier weiteren Siedlungen der Region gestartet haben. Eine offizielle Bestätigung für einen Gebietsverlust gab Kiew jedoch nicht ab. Ein ukrainischer Bericht beschrieb die militärische Lage für die Verteidiger rund um Kostjantyniwka als äußerst schwierig. Der Kommandeur der 28. ukrainischen mechanisierten Brigade, Serhij Jaryi, wurde von dem Portal Hromadske zitiert:
„Unsere Truppen sind nun aufgrund der russischen Vorstöße im Osten teilumzingelt.“
Die russischen Streitkräfte setzen ihren langsamen Vormarsch in der Region Donezk fort, um die Kontrolle über den gesamten Donbass zu erlangen. Demgegenüber steht eine verstärkte Abwehr der ukrainischen Einheiten, die vermehrt Fernschläge gegen russische Ziele, insbesondere im Bereich der Ölindustrie, ausführen. Die ukrainischen Behörden beobachten, dass sich der russische Vorstoß durch diese Gegenmaßnahmen zuletzt spürbar verlangsamt hat.




























