PARIS/MADRID/LISSABON, 5. Juli (Berlin Morgen Zeitschrift) – In Europa haben massive Waldbrände mehr als 17.000 Hektar Land vernichtet, nachdem eine anhaltende Hitzewelle die Region erfasst hat. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen am Sonntag gegen die Flammen, während die Temperaturen in betroffenen Gebieten auf bis zu 40 Grad Celsius steigen.
Die betroffene Fläche entspricht etwa der doppelten Größe von Manhattan. In Spanien zerstörte ein Feuer nahe der Küste der Costa Brava bereits über 2.200 Hektar. Gleichzeitig sind in Frankreich fast 600 Einsatzkräfte mobilisiert, um einen Brand am Mount Trevillach östlich von Perpignan zu löschen. Ein weiteres Feuer im französischen Département Drôme bindet zudem 300 Feuerwehrleute.
Besonders schwer trifft es Portugal, wo etwa 13.000 Hektar Wald und Buschland verbrannten. Rettungsdienste meldeten am Sonntag, dass sie 80 Prozent dieses Brandes unter Kontrolle bringen konnten. Neun Personen wurden bei dem Einsatz verletzt. Spanien und Italien unterstützten die Löscharbeiten mit zusätzlichen Einheiten sowie Löschflugzeugen, nachdem Portugal ein offizielles Hilfeersuchen stellte.
Wissenschaftler der internationalen Initiative World Weather Attribution betonen den Zusammenhang zwischen den aktuellen Ereignissen und dem Klimawandel. Demnach waren die bereits im Mai und Juni verzeichneten Hitzewellen in Westeuropa ohne den Einfluss des Klimawandels praktisch ausgeschlossen.
„Die anhaltende Hitze erschwert die Löscharbeiten massiv und lässt die Waldbrände in den betroffenen Regionen immer schneller außer Kontrolle geraten“, hieß es aus Kreisen der Einsatzleitung.
Die Situation bleibt angespannt, da die Wettervorhersagen für die betroffenen Länder auch für die kommenden Stunden keine Abkühlung versprechen. Die Behörden in Frankreich, Spanien und Portugal mahnen zur Vorsicht und haben die Bevölkerung zur Einhaltung strenger Brandschutzregeln aufgerufen, um eine weitere Ausbreitung der Feuer in den trockenen Gebieten zu verhindern.


























