Hergang des Zusammenstoßes
Der Unfall ereignete sich gegen 8:15 Uhr am Bahnübergang Vierhuizen in der Stationsstraat. Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen aus Belgien zeigen Überwachungskameras des Schienennetzbetreibers Infrabel, dass die Sicherheitssysteme zum Zeitpunkt der Kollision ordnungsgemäß funktionierten. Die Warnsignale leuchteten rot und die Schranken waren bereits vollständig geschlossen, als der Bus auf die Gleise fuhr. Der Zug, der von Brügge kommend unterwegs war, leitete sofort eine Notbremsung ein. Aufgrund der physikalischen Gegebenheiten auf den Stahlschienen konnte das Fahrzeug jedoch nicht rechtzeitig zum Stillstand kommen, was in Belgien erneut eine Debatte über die Sicherheit an Bahnübergängen auslöst.
Behörden reagieren auf Tragödie
Die Betroffenheit im ganzen Land ist groß, da bei dem Unglück in Belgien auch Kinder unter den Opfern sind. Innenminister Bernard Quintin äußerte sich am Nachmittag tief bestürzt über die Ereignisse. In einer offiziellen Stellungnahme erklärte er:
„Es ist mit tiefer Trauer, dass ich von dem tragischen Unfall erfahren habe, der sich in Buggenhout ereignet hat.“
Die etwa 100 Passagiere des Zuges blieben körperlich unverletzt und wurden in einer nahegelegenen Feuerwache betreut. Für die Angehörigen der Businsassen wurde in der Gemeinde in Belgien ein Krisenzentrum eingerichtet, um psychologische Unterstützung und logistische Hilfe bereitzustellen. Bürgermeister Geert Hermans koordiniert die Betreuung der Familien, während die Staatsanwaltschaft Ostflandern ihre Ermittlungen am Unfallort fortsetzt.
Untersuchung zur Unfallursache
Die Ermittlungsbehörden in Belgien stehen vor der Frage, warum der Bus trotz geschlossener Schranken auf den Bahnübergang gelangte. Forensische Spezialisten prüfen derzeit, ob ein technischer Defekt am Fahrzeug oder ein medizinischer Notfall beim Fahrer vorlag. Zudem wird analysiert, ob die örtliche Verkehrsführung, die parallel zu den Schienen verläuft, zu einer Fehlentscheidung des Fahrers geführt haben könnte. Bahnverbindungen zwischen Dendermonde und Londerzeel bleiben aufgrund der laufenden Ermittlungen vorerst eingestellt. Pendler in Belgien müssen daher weiterhin auf Ersatzbusse ausweichen, während die Bergung des zerstörten Kleinbusses andauert.




























