WASHINGTON, 18. Juni (Berlin Morgen Zeitschrift) – Das US-Militär bestätigte am Samstag den Tod zweier seiner Angehörigen bei einem Einsatz in Jordanien. Nach Angaben des zuständigen Central Command wird ein weiterer Soldat derzeit vermisst. Dieser Vorfall ereignete sich am Freitag und markiert eine weitere Eskalation in den zunehmenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Seit Beginn der Kampfhandlungen ist die Zahl der getöteten US-Militärangehörigen auf 16 gestiegen, während mehr als 420 Soldaten verwundet wurden.
Eskalation nach Bruch des Waffenstillstands
Die Spannungen haben sich seit dem Scheitern eines vor einem Monat geschlossenen Waffenstillstandsabkommens in der vergangenen Woche drastisch verschärft. Beide Seiten haben ihre Angriffe intensiviert, was die Sorge vor einer Rückkehr zu einem offenen Krieg erhöht hat. Der iranische Führungsapparat reagierte auf die fortgesetzten US-Luftschläge gegen Brücken, Energieinfrastruktur und militärische Logistikknotenpunkte mit koordinierten Gegenangriffen. Dabei gerieten neben Jordanien auch Ziele in Kuwait, Bahrain und Saudi-Arabien ins Visier.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äußerte sich auf der Plattform X zu den jüngsten Verlusten:
„Viel Glück, ihr Helden. Ihr Opfer stärkt nur unsere Entschlossenheit.“
Iranische Angriffe in der Golfregion
Das iranische Fernsehen berichtete, dass bei einem Drohnen- und Raketenangriff auf die Basis Al Azraq in Jordanien mindestens zwei US-Kampfflugzeuge sowie drei weitere Flugzeuge zerstört wurden. Gleichzeitig meldeten die Streitkräfte Kuwaits den Abfangen ballistischer Raketen und Drohnen. In der Golfregion kam es zudem zu Treffern an Ölanlagen und militärischen Unterstützungseinrichtungen. Der Iran strebt nach eigener Darstellung eine Reaktion auf die fortwährende militärische Präsenz und die Luftschläge der USA an, die nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums in den vergangenen drei Wochen zu 50 Toten und über 500 Verletzten geführt haben.
Kampf um die Straße von Hormus
Ein zentraler Punkt der Auseinandersetzung bleibt die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus. Durch diese Meerenge fließt etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung. Beide Konfliktparteien nehmen gezielt die Schifffahrt ins Visier, während die USA nach eigenen Angaben eine Seeblockade durchsetzen. Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei warf den USA vor, mit diesen Maßnahmen die volle Kontrolle über den lebenswichtigen Handelsweg erlangen zu wollen.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Auseinandersetzungen zeigen sich bereits an den globalen Märkten. Die Ölpreise stiegen am Freitag um mehr als vier Prozent auf den höchsten Stand seit über einem Monat. Dieser Anstieg setzt die US-Regierung unter politischen Druck, während die Republikanische Partei versucht, ihre Mehrheit in den anstehenden Kongresswahlen im November zu behaupten.
Saudi-Arabien aktivierte am Samstag sein Frühwarnsystem für die Regionen Al-Kharj und Yanbu, nachdem Berichte über Raketenangriffe eingingen. Obwohl Regierungsstellen keine Details bestätigten, gehen Beobachter von einer weiteren Ausweitung des Konfliktgebiets aus. Die diplomatischen Bemühungen um eine Deeskalation scheinen angesichts der harten Rhetorik auf beiden Seiten derzeit kaum Fortschritte zu erzielen.



























